Sauer, duftig, lecker: Tomatillos aus Spanien

Sie ist lebhaft grün und sieht aus wie eine kleine, unreife Tomate, versteckt unter einer zarten, papierartigen Hülle. 

Man entfernt die Hülle, um das feste, leicht klebrige Fleisch mit einem schwach an frisch gepflückte Kräuter erinnernden Duft freizulegen. Nimmt man einen Bissen, klingt das süß-saure Aroma mit Pflaumen-, Apfel- und Zitrusnoten an.

Die Tomatillo, eine enge, aber sehr eigenständige Cousine der Tomate und Kapstachelbeere, ist unter verschiedenen Namen, einschließlich Schalentomate, Jam Berry und mexikanische grüne Tomate, bekannt. 

Wenngleich sie weitestgehend das ganze Jahr hindurch verfügbar ist, ist die Hauptsaison Mai bis Oktober. Sobald sie reif werden, können Tomatillos eine Farbe von Gelb bis Rot, sogar Violett haben. Aber sie werden am besten kurz vor dem Reifen gepflückt, wenn das Fleisch noch fest ist und die Aromen klar mit einer milden, aber bestimmten Säure herauskommen. Am besten sucht man nach festen Früchten mit straffen, faltenlosen Hüllen.

Mit Hülle halten sich Tomatillos für etwa zwei Wochen in einer Papiertüte und gekühlt, aber enthüllt und in einer Plastiktüte gelagert, halten sie sich bis zu vier Wochen.

Auf Spanisch bedeutet Tomatillo "kleine Tomate“ und Aufzeichnungen zeigen, dass Tomatillos von den Azteken bereits 800 v.Chr. angebaut wurden. Tomatillos beleben viele lateinamerikanische Rezepte mit ihrer lebhaften Farbe, oft seidigen Struktur und ihrem milden sauren Aroma. 

Sie werden oft in Soßen, insbesondere jenen, die fettreiche Huhn- und Schweinefleischgerichte leichter machen, verwendet. Tomatillos eignen sich für zahlreiche Kochmethoden, wie Braten, Sautieren und Dünsten. Kochen mildert die Säure und bringt die Süße in der Frucht hervor. Und wie Tomaten können Tomatillos auch roh genossen werden.