Santander geht shoppen, Royal Bank of Scotland im Körbchen

Nach ihrem vor kurzem angekündigten Kauf der deutschen Filialen der schwedischen Bank SEB schlägt die Bank jetzt erneut in Großbritannien zu.

Für insgesamt 1,65 Milliarden Pfund (2 Mrd Euro) kauft sie sich 318 Filialen der angeschlagenen und wegen der Finanzkrise verstaatlichten britischen Großbank Royal Bank of Scotland, wie beide Banken in London und Madrid mitteilten.

Der Verkauf soll bis Ende 2011 über die Bühne gehen. Da die RBS die Kosten für die Abspaltung tragen muss, werde die Kapitalquote der britischen Bank kaum zulegen, hieß es. Ende 2009 beliefen sich die Kundeneinlagen in den verkauften Geschäftsstellen auf 22,4 Milliarden Pfund. Die Filialen steckten zuletzt in den roten Zahlen.

Santander stärkt seit Jahren das Privatkundengeschäft mit Zukäufen. Großbritannien ist dabei das wichtigste Land in Europa.

Gemessen an Kundeneinlagen war die spanische Bank bereits vor dem aktuellen Kauf die Nummer drei in Großbritannien. Dort hatte sich sich 2004 Abbey einverleibt.

2008 folgten die durch die Finanzkrise geschwächten Häuser Alliance & Leicester sowie Bradford & Bingley. (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

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