San Fermin beginnt mit Pauken, Trompeten – und einem Toten

Stierkampf, Musik, Bier und Wein in Strömen: In Pamplona hat das berühmteste Stierkampf-Fest der Welt begonnen, die Festwoche zu Ehren des Heiligen Fermin. Und gleich gab es einen Toten.   

Bis zum 14. Juli werden jeden Morgen nach Sonnenaufgang sechs Kampfstiere durch die Straßen der Stadt in die Arena getrieben, gefolgt und begleitet von mutigen Männern und Frauen, die teilweise ihr Leben aufs Spiel setzen.

Schon in der Nacht zum Sonntag war ein Mann tödlich verunglückt, er war von einer Mauer gefallen.

Seit 1924 kamen 14 Läufer ums Leben, zuletzt 2003 ein 62-jähriger Spanier. Dutzende werden jedes Jahr durch Hornstöße schwer verletzt. Die Läufer setzen gegen die 600 Kilo schweren Stiere auf ihr Geschick – und auf eine zusammengerollte Zeitung als einziges erlaubtes Mittel, die Tiere von sich fernzuhalten.

Bekannt gemacht hat das Fest vor genau 85 Jahren der Schriftsteller Ernest Hemingway. Was der US-Autor an jenem Sommertag 1923 in der nordspanischen Stadt erlebte, ließ ihn nicht mehr los. 

FORUM: Stierkampf – Kunst, Tradition oder ekelhaft – und was ist eigentlich "typisch spanisch"?

"Sonntagmittag, den 6. Juli, brach die Fiesta aus. Es gibt keinen anderen Ausdruck dafür", schrieb er drei Jahre später in seinem Roman "The Sun also Rises".

Hemingway war damals noch einer der wenigen Ausländer, die sich zu den Feierlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons San Fermín nach Pamplona verirrten. Am Sonntag hingegen wohnten zehntausende Menschen aus aller Welt dem "Chupinazo" bei: Mit dem Abschuss einer Rakete vom Balkon des Rathauses aus wurde das Fest Punkt zwölf Uhr mittags eröffnet.

"Viva San Fermín, gora San Fermín!" (Es lebe San Fermín) schrie die Stadträtin Uxue Barkos auf Spanisch und Baskisch den jubelnden Menschen zu. Gekleidet waren sie mit der traditionellen Tracht: weiße Hose, weißes Hemd, rote Schärpe und rotes Halstuch. Über eine Million Besucher werden in der 185.000 Einwohner zählenden Stadt erwartet.

Die Hatz geht auf einen alten Brauch zurück: Im Mittelalter wurden die Rinder von den Weiden auf den Markt oder in den Schlachthof getrieben. Hirten mit langen Ruten sorgen noch heute für eine gewisse Ordnung auf der Strecke.

Hemingway, der mit einer Büste vor der Stierkampfarena geehrt wird, soll selbst nie mitgelaufen sein – er sei meistens zu betrunken gewesen, behaupten böse Zungen.

NEWS: José Tomás triumphiert erneut in Madrid – schwer verletzt ins Krankenhaus

MAGAZIN: José Tomás – bester Stierkämpfer aller Zeiten?

NEWS: "Messias" José Tomás kämpft wieder in Madrid

NEWS: Bester Stierkampf aller Zeiten! José Tomás triumphiert in Madrid, König Juan Carlos begeistert

NEWS: José Tomás hilft Menschen mit Down-Syndrom

NEWS: Nackt und aufgespießt – spanische Sängerin protestiert gegen den Stierkampf

NEWS: José Tomás feiert glanzvolles Comeback in Málaga

#$11$#

Foto: www.jose-tomasdemadrid.com/