Ryanair storniert tausende im Internet erworbene Tickets

Jetzt hat sich auch das spanische Verkehrsministerium eingemischt. Es überprüft, ob die Entscheidung von Ryanair überhaupt so hinzunehmen ist. 

Dabei sollten Informationen zum Hintergrund dieser Ankündigung gewonnen werden, erklärte das Ministerium. 

Die von der Storno-Drohung betroffene spanische Preisvergleichs-Website eDreams und die spanische Verbraucherschutzorganisation Facua hatten empört auf die Ankündigung von Ryanair reagiert.

Die irische Fluglinie hatte am Montag bekanntgegeben, Kunden könnten ihre Flugtickets im Internet ab sofort nur noch über die offizielle Website der Airline oder über die Ryanair-Hotline buchen. 

eDreams spricht von "Verantwortungslosigkeit und Fahrlässigkeit"

Der Kauf von Flugscheinen über die Websites anderer Anbieter – wie etwa eDreams – sei dagegen nicht mehr möglich. Dort bereits erworbene Tickets würden storniert. Ryanair wolle so dafür sorgen, dass die Flugpreise der Airline eins zu eins an die Kunden weitergegeben würden, argumentierte das Unternehmen.

eDreams hatte angekündigt, wegen "Verantwortungslosigkeit und Fahrlässigkeit" gegen Ryanair vorzugehen, weil der irische Konzern einseitig tausende bezahlte und bereits bestätigte Flugtickets ungültig mache. Facua erklärte, Ryanair verletze die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Fluggästen.