In einer groß angelegten Razzia gelang der Polizei in Spanien der bisher größte Schlag gegen den illegalen Menschenhandel. 

24 Personen, die diesem Netz angehören, wurden festgenommen. Sie sollen russische Frauen nach Europa verschleppt haben, um sie dort als Prostituierte weiterzuverkaufen. 

Seit 2006 laufen bereits die Ermittlungen in dieser Operation. In Almería, Granada, Lleida und Girona wurden in den letzten zwei Jahren bereits insgesamt 76 Personen verhaftet. 

Die Polizei hat mehr als 400 russische Frauen, die durch diesen Menschenhändlerring nach Spanien gekommen sind und keine gültige Aufenthaltserlaubnis vorweisen konnten, in Gewahrsam genommen. 

Das Netz wurde in erster Linie von spanisch-russischen Paaren betrieben, die entweder selbst entsprechende Lokale im Rotlichtmilieu besaßen, oder Vereinbarungen mit verschiedenen Einrichtungen hatten, in die sie die Frauen brachten. 

Mehr als zwei Millionen Euro soll die illegale Organisation in den letzten beiden Jahren "erwirtschaftet" haben. Mit einem gut organisierten System wurde in ganz Spanien Geldwäsche betrieben, sodass sie lange Zeit von der Polizei unbemerkt blieben.