Die spanische Organisation APDH, die sich hauptsächlich für die Menschenrechte einsetzt, hat am Donnerstag in Andalusien einen Bericht vorgelegt, der die illegalen Flüchtlinge vor der spanischen Küste dokumentiert. 

Demnach sind im vergangenen Jahr insgesamt 921 Immigranten auf der gefährlichen Überfahrt von Afrika nach Europa ums Leben gekommen. 

Davon starben über 700 Menschen bereits kurz nach dem Start vor der afrikanischen Küste. 

Die Organisation betont, dass es sich bei dieser Zahl nur um die offiziell registrierten Todesfälle handelt. Zahlreiche Menschen sterben bereits auf dem Weg durch die Sahara, noch bevor sie die afrikanische Nord- oder Westküste erreicht haben. 

Doch die illegalen Einwanderer sind nicht zu stoppen. Allein seit Beginn diesen Jahres erreichten 2.096 afrikanische Einwanderer die spanische Küste, darunter waren 89 Tote. 

Die Menschenrechtsorganisation fordert deshalb die Regierung und die Europäische Union zum Handeln auf. Es sei wichtig, die Gründe für die illegale Immigration zu erforschen und bei allen Maßnahmen stets die Menschenrechte zu wahren.