Denn die spanischen Sozialisten (PSOE) von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero haben bei den Regional- und Kommunalwahlen am Sonntag nach ersten Prognosen eine bittere Niederlage erlitten.

Wie der staatliche Rundfunk RNE nach der Schließung der Wahllokale berichtete, behauptete die konservative Volkspartei (PP) nach Prognosen auf der Grundlage von Wählerbefragungen ihre klaren Mehrheiten unter anderem in den Regionen Madrid und Valencia.

In Spaniens zweitgrößter Stadt Barcelona liefen die Sozialisten Gefahr, erstmals seit mehr als 30 Jahren das Bürgermeisteramt an die katalanischen Nationalisten (CiU) abgeben zu müssen. Die PSOE-Sprecherin Elena Valenciano räumte ein: „Dies wird keine gute Wahlnacht für die Sozialisten sein.“ Sie führte die Stimmeinbußen auf die Wirtschaftskrise zurück.

Die Wahlen standen im Schatten landesweiter Kundgebungen gegen die hohe Arbeitslosigkeit, die Sparpolitik und die Korruption. Knapp 35 Millionen Wahlberechtigte waren zur Abgabe ihrer Stimmen aufgerufen.

In ganz Spanien wurden am Sonntag neue Kommunalparlamente gewählt. In 13 von 17 Regionen des Landes wurde obendrein über die Zusammensetzung der Regionalparlamente abgestimmt, die in etwa den Landtagen in Deutschland entsprechen.