Rossis Rekord gebrochen – Dani Pedrosa wird Vizeweltmeister

In der 125ccm-Klasse freute sich Talmacsi als erster ungarischer Gewinner des WM-Titels. Der Spanier Jorge Lorenzo stand in der 250ccm-Klasse bereits im Vorfeld als Weltmeister fest, wurde in Valencia Siebter. 

Den schwärzesten Tag in seiner Motorrad-Karriere seit 1996 hatte zweifellos Valentino Rossi erwischt, dessen Rekordserie diesmal von seinem spanischen Widersacher Dani Pedrosa gebrochen wurde. Zuvor hatte sich “The Doctor” beim Training drei Knochen am rechten Arm geborchen und startete von einem hoffnungslosen 17. Platz. Er brauchte wenigstens einen Punkt, um erneut als Vizeweltmeister aus dieser WM-Saison hervorzugehen. Der 15. Platz hätte ihm gereicht, auf Grund eines Motorschadens musste der Italiener jedoch das Rennen nach 19 Runden aufgeben. Rossi war auβer sich, immerhin hatte er seit 1996 ununterbrochen die Weltmeisterschaft als Sieger oder als Vize beendet. 2007 machten ihm Stoner und zuletzt Pedrosa einen Strich durch die Rechnung. 

Der Spanier sprach Rossi nicht nur seinen Rang als Vizeweltmeister ab, sondern steckte sich auch den Sieg in Valencia in die Tasche. Pedrosa, der eher als ruhiger und ernster Fahrer bekannt ist, taute erstmalig vor den Kameras auf und zeigte tatsächlich ein breites Lächeln, die Freude stand ihm ins Gesicht geschrieben. Das heimische Publikum tobte, und Pedrosa dankte seinem Team, das vor allem an diesem Wochenende “einen tollen Job gemacht hatte”. Weltmeister Stoner ging im Jubel der Spanier praktisch unter.