Ronaldinho zu Chelsea -am liebsten gleich

Selbst die Frage, wohin der brasilianische Star wechseln wird, scheint geklärt. Die Sportzeitung „Marca“ sieht ihn bereits in Chelsea, wo er zehn Millionen Euro Netto verdienen würde. Club-Besitzer Roman Abramovich hat bekanntlich ein Herz für alternde Stars. Mit Schewtschenko und Ballack spielen bereits zwei verdiente Kicker, die ihre besten Tage hinter sich zu haben scheinen, in den Reihen der Blauen. Kommt Ronaldinho, könnten sie zwischen ihren Werbeterminen zusammen Skat spielen.

Aber Scherz beiseite. Laut Marca ist bereits Ronaldinhos Bruder und Manager in Barcelona, um zu klären, warum der Brasilianer nur auf der Ersatzbank sitzt und auch im kommenden Spiel dort sitzen wird – dies hat Trainer Rijkaard bereits angekündigt. Bei Barcelona hat man längst die Geduld mit Ronaldinho verloren, der sich gerüchtehalber lieber auf Parties herumtreibt als ins Training zu gehen.

Der Star will aber nicht akzeptieren, dass er seinen einst unbegrenzten Kredit verspielt hat. Er denkt, so Marca, dass ihn Rijkaard, einst sein „Bruder“ im Geiste, auf Druck der Vereinsspitze fallen ließ – die hätte ihn laut Marca lieber heute statt morgen auf der Verkaufsliste.

Wie auch immer: Bei Barça wird derzeit gerechnet: Wartet man mit dem Verkauf Ronaldinhos bis Sommer, um eine höhere Ablöse zu erzielen, oder verkauft man ihn gleich – dann aber für weniger Geld, denn in der Champions League wäre Ronnie gesperrt.

Das Problem: Sitzt Ronaldinho bis Sommer auf der Bank, ist er möglicherweise noch weniger wert. Es ist die alte Frage mit der Taube und dem Spatz.