Romy Schneider: Tochter von “Sissy” erinnert sich! “Ich sah sie auf dem Sofa liegen”

Die Tochter der großen Leinwanddiva (‚Sissy‘), die am 29. Mai 1982 verstarb, wird ihr zu Ehren einen großen Bildband veröffentlichen und darin ihre persönlichen Fotos und Erinnerungen preisgeben. Sie war noch ein Kind, als ihre berühmte Mutter plötzlich starb und erinnert sich noch genau an den schweren Tag: „Ich erinnere mich an den Morgen, als es passiert ist. Erinnere mich an die große Aufregung, die ich in der Wohnung gespürt habe. Ich war mit meinem Kindermädchen direkt im Nebenzimmer, schaute durch das Schlüsselloch und sah sie auf dem Sofa liegen und viele Leute um sie herum – sicher Leute vom Rettungsdienst und Ärzte. In meiner kindlichen Fantasie sah das für mich aus wie eine riesige Spinne, die sich über sie beugt. Ich habe nicht sofort begriffen, dass sie für immer von uns gegangen war“, beschrieb die damals Fünfjährige das Erlebnis laut ‚Bild.de‘.

Die große Trauer sitzt fest in ihrer Seele und es ist nicht immer leicht, mit dem Ruhm der Mutter und dem öffentlichen Interesse umzugehen. „Menschen, die zu mir kommen, wollen ihre Bewunderung, ihren Kummer und den Verlust mit mir teilen. Auf Dauer – wobei das sehr stark davon abhängt, wie gut oder schlecht ich selbst gerade gelaunt bin – kann das tatsächlich etwas Belastendes haben. Vor ein paar Jahren kam es sogar vor, dass ich die Frage, ob ich die Tochter von … sei, mit Nein beantwortet habe“, schilderte Sarah Biasini ihr Leben im Rampenlicht. Und während andere Waisenkinder sich vielleicht wünschen würden, die geliebten Eltern noch einmal zu sehen, sind die Filme von Romy Schneider doch auch nicht wirklich genug, um die Trauer zu schmälern: „Es erfordert eine ganze Menge Distanz, oder man kann sie nicht anschauen, ohne loszuheulen. Einen Film von ihr anzuschauen ist wie ein Rendezvous mit meinen eigenen Wurzeln, mit einem Bein, einem Arm – das ist zwangsläufig nicht unverfänglich. Bei ‚Sissi‘ muss ich sechs, sieben oder acht gewesen sein, ich weiß es nicht mehr genau … Es war also so, als würde man Jugendbilder der eigenen Mutter ansehen: Man sieht sie lächelnd an, so hat sie also mit siebzehn oder achtzehn ausgesehen … Es ist die eigene Mutter und gleichzeitig ist sie es eben doch noch nicht“, erzählte die Blondine.

Der Bildband ‚Romy‘ von Sarah Biasini umfasst 288 Seiten und wird am 29. Mai im Verlag ‚Edel‘ erscheinen.