Robert Enke: “Beim FC Barcelona hatte er ein dunkles Jahr”

In einem Interview mit der auflagenstärksten katalanischen Sportzeitung sagt Enke-Biograph Ronald Reng über Enkes Zustand nach einem verlorenen Pokalspiel: "Er stand in einem fußballerisch unstabilen Team, mit einem Trainer, der ihn nur anschrie. Niemand hatte Zeit für ihn und er fühlte sich sehr alleine."

(Auf spanisch: "Estaba en un equipo inestable futbolísticamente hablando, con un entrenador que sólo le gritaba; nadie tenía tiempo para él y se sentía muy solo.")

LINK: Das ganze Interview bei "Sport"

Enke hatte 2002 als Ersatztorwart bei den Katalanen unterschrieben, mit der Aussicht, Stammtormann Bonano zu beerben. Aber van Gaal hat ihn hinter den 20-jährigen Victor Valdes, heute Stammtorwart, ins dritte Glied gesteckt.

Zwar verbannte van Gaal Valdes später wieder in die Nachwuchsmannschaft, Valdes streikte aus Protest sogar drei Tage lang – Enke half das aber nicht. Auch nicht die spätere Entlassung des in Barcelona bis heute ungeliebten van Gaal – denn dessen Nachfolger Antic setzte wieder auf Valdes.

Als Barça, so Reng in "Sport", im Pokal mit Enke im Tor gegen den Drittligisten Novelda ausschied, habe ihn Mitspieler Frank de Boer öffentlich zum Schuldigen gestempelt, was Enke fertig gemacht habe – Barcelonas damaliger Kapitän Luis Enrique habe sich über dieses unfaire Verhalten sogar beschwert.

In der "Sport" ist weiter zu lesen, Enke habe damals in Barcelona seinen ersten Depressionsschub bekommen, am Ende sei er eiskalt abserviert worden. Zitat: "Das Jahr bei Barca war eine dunkle Zeit für Robert Enke."

Robert Enke, der später Torwart bei Hannover 96 und Nationalspieler wurde, hatte sich am 10. November 2009 das Leben genommen. (SAZ; Foto: Hannover 96)

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