Das Feuer musste in einem Bus weiter befördert werden, weil sich Demonstranten vor die Läufer warfen. Das Feuer wurde laut Sportzeitung "Marca" im Bus kurz ausgelöscht, später wurde es wieder angezündet. Dies gilt als Super-Blamage für die Olympischen Spiele in China, für die Organisatoren wie für das Land China gleichermaßen.

Nachdem die Flamme am Eiffelturm angekommen war, wurde ihr Träger, Stéphane Diaganá, von Menschen umringt, die für die Menschenrechte in Tibet demonstrierten und Fahnen des von China seit Jahrzehnten besetzten Landes schwenkten.

Pariser Stadträte hissen Tibetische Fahne – China zensiert CNN und BBC

Auf Anordnung der chinesischen Botschaft wurde ein Festakt im Rathaus von París abgesagt – einige Pariser Stadträte hatten die Fahne Tibets gehisst. Auch die Organisation "Reporter ohne Grenzen" hatte eine Reihe von Demonstrationen organisiert. So wurde eine Fahne mit den Olympischen Ringen in Form von Handschellen gezeigt.

3.000 Polizisten waren im Einsatz, um Vorfälle wie die geschehenen zu verhindern – vergeblich. Auch das französische Fernsehen blendete die Protestaktionen aus. Die chinesische Regierung ließ die Sendungen von CNN und BBC zensieren.

Das Organisationskomitee der Spiele in Peking ließ verlauten, dass "nichts die Olympische Flamme aufhalten" könne. Die Reise der Flamme durch 21 Städte auf fünf Kontinenten nach China werde wie geplant fortgesetzt. Die Spiele beginnen am 8. August.