Ribery und Cristiano: Zwei Schürzenjäger, einer muss zahlen

Es war nicht Papst Benedikt, der da über einen geouteten Priester sprach, der Minderjährige missbraucht hatte, sondern Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal. Er sprach von Franck Ribery, der laut der französischen Nachrichtenagentur AFP zugegeben hat, sexuelle Kontakte zu einer 16-jährigen Marrokanerin gepflegt zu haben. Kennengelernt hatte er sie in einem Pariser Bordell.

Allerdings will Ribery, bislang Objekt der Transfer-Begierde Real Madrids, von der Minderjährigkeit des Mädchends nicht gewusst haben. Nach München hat er sie, wie man hört, gleich mehrfach einfliegen lassen. Wird Ribery angeklagt, drohen ihm drei Jahre Knast.

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Die deutsche Bild-Zeitung macht aus dem Missbrauch der Minderjährigen vorsorglich einen “Huren-Skandal”, der Berliner Kurier nennt das Mädchen "Lolita-Hure" – obwohl die Jugendliche allem Anschein nach von ihren Zuhältern zur Arbeit mit Männern wie Ribery gezwungen wurde. Ob man das Opfer auch zur Hure machen würde, wenn es katholisch, deutsch und ein Junge wäre statt aus Marokko zu kommen?

Fakt ist, dass die Nähe zwischen Bayern München und dem Vatikan von Spanien aus betrachtet derzeit nicht zur geographisch besteht, sondern auch gedanklich. Wie geht es bloß dem armen Franck? “Er hat das ganze Abschlusstraining auf einem guten Niveau mitgemacht, ist gegen Lyon topfit”, hieß es am Dienstag nach dem Bayern-Training. Hauptsache, uns geht’s gut. Für die Pressekonferenz wurde Franck geschont, sein Ersatzmann war der brave Philipp Lahm.

Ribery war schließlich von der französischen Polizei nur als Zeuge vernommen worden, so Franz Beckenbauer. Und vielleicht lässt ihn die Justiz ja tatsächlich in Ruhe, wenn es gelingt, über ihn den Zuhälterring zu knacken. Verglichen mit den Luden ist Ribery ja nur ein kleiner Fisch. Hat man ihn in Wahrheit nicht sogar gezwungen, ins Bordell zu gehen?

Ob allerdings Kaká, der bekennende Christ, der erst seine Frau geheiratet hat, bevor er Sex mit ihr hatte, sich auf Ribery als Neuzugang freut? Ob Riberys Frau Wahida Belhlami, eine junge Algerierin, mit ihm nach Madrid kommen wird? Und wofür könnte Ribery jetzt noch Werbung machen? Für Mädchen-Unterwäsche?

Die Zeitung “Marca” kommentiert: “Ribery rückt sich mit seiner Affäre in weite Ferne von Real Madrid.” Als Imageträger ist Ribery jedenfalls unmöglich geworden – deshalb kommt er für Real tatsächlich nicht mehr in Frage.

Dabei hat man in Madrid bekanntlich gar nichts gegen Frauenhelden – siehe Cristiano Ronaldo. Aber sie sollten es nicht nötig haben, dafür zu bezahlen. Und die Frauen sollten über 18 sein.

Cordial Saludo Don Willi

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