“Reisregen” verboten: Cádiz untersagt Hochzeitstradition

Die von der konservativen Volkspartei PP regierte Stadt hat knallhart entschieden: Regnet es Reis, regnet es auch eine Geldstrafe von satten 300 Euro für jede Person, die sich erdreistet, mit Reis zu werfen. Der Grund: Reis ist eines der Hauptnahrungsmittel der Tauben, die in der ganzen Stadt anzutreffen sind und mit ihrem Kot Monumente und geschützte Gebäude zerstören. 

Der stellvertretende Bürgermeister José Blas Fernández ist aber auch um das Wohl der Hochzeitsgäste besorgt. Schlieβlich sei es nicht ungewöhnlich, dass ein Gast auf dem Reis ausrutscht und sich die Hüfte bricht. Wer also in Cádiz auf einer Hochzeit eingeladen ist, sollte sich nicht wundern, wenn die Gesellschaft die Kirche nur unter “scharfen Sicherheitsvorkehrungen” verlassen kann; die Polizei beobachtet jede Trauung, kein Reiskorn entgeht dem wachsamen Auge der Obrigkeit.