Real und Raúl versöhnen, Messi glänzt – leider umsonst

Der hatte sich vor dem Spiel am Samstag heftige Vorwürfe von Journalisten und Vereinsfunktionären anhören müssen. Wie könne er, so war zu hören, stolze Spanier so übel beschimpfen, nur weil sie im arktischen Winter Deutschlands eingegangen seien wie eine Primel? Was könne man denn anderes erwarten von Künstlern wie Guti, Robinho & Co?

Schuster Antwort: Rennen und kämpfen können sie für ihr Geld, und genau das tat seine Mannschaft am Samstag. Raúl, der wohl die vergangenen Nächte besonders gut unter seinem Sauerstoffzelt geschlafen hat, rannte wie ein junger Hüpfer, erzielte zwei Tore, Santander trug noch ein Eigentor bei, und so gewann Real mit 3-1.

Peinlich: Pfeifkonzert übertönt Schweigeminute für ETA-Opfer

Weil der FC Barcelona gegen den Stadtrivalen Espanyol nur zu einem 1-1 kam, liegt Real nun wieder vier Punkte in der Tabelle vor Barça.

Überragend war nur der frisch als FIFA World Player nominierte Lionel Messi, der bei jeder Aktion Torgefahr heraufbeschwor und nur mit Fouls zu bremsen war. Aber Espanyol hielt dagegen und holte ein verdientes Unentschieden.

Unschön war allerdings das Pfeifkonzert zu Beginn der Partie, als dem verstorbenen spanischen Polizisten gedacht werden sollte, der am Morgen von der ETA getötet worden war. Nicht einmal die im Stadion eingespielte Trauermusik konnte übertönen, dass den Katalanen – zumindest vielen von ihnen – an Staatstrauer wenig gelegen ist. Peinlich.

Aufsteiger Almería gewann gegen den FC Sevilla, der zuletzt noch in der Champions League glänzte, mit 1-0. Am Sonntag spielen Villareal in Valladolid (17 Uhr), Betis Sevilla gegen Atlético Madrid (19 Uhr) sowie der FC Valencia gegen Athletic Bilbao (21 Uhr).