Real und Barca versagen – TV-Krieg neu entfacht

Barca kam bei Villareal mit 1-3 unter die Räder, Real verlor sang- und klanglos bei Espanyol Barcelona und hatte dabei in den beiden Schlussminuten mehr Torchancen als im ganzen Spiel zuvor – nämlich eine. Die nutzte Sergio Ramos zum 1-2-Endstand.

Zuvor hatte Barcelonas Raúl Tamudo mit einem herrlichen Heber über Casillas hinweg das Spiel entschieden. Das zum „Duell der beiden Raúls“ stilisierte Match ging damit auch individuell an den Katalanen. Tamudo und Real-Kapitän Raúl konkurrieren auch in der Nationalmannschaft.

Weil der FC Valencia souverän mit 4-2 bei Deportivo gewann, ist die Spitze der Primera División nun ganz eng zusammengerückt. Real Madrid führt weiterhin mit 19 Punkten die Tabelle an, Villareal und Valencia folgen mit 18, Barca hat 17 Zähler.

Alonso bleibt jüngster Weltmeister aller Zeiten

Im TV-Krieg um die Übertragungsrechte war es am Samstag zu einem Novum gekommen. Erstmals übertrug Telecinco eine Partie (Villareal gegen Barca), danach war La Sexta dran (Espanyol gegen Real). Das hatte es in dieser Konstellation noch nie gegeben. Die Rechtefirma Audiovisual Sport, die das Spiel an Telecinco verkauft hatte, setzte sich damit über einen Richterspruch vom 8. Oktober hinweg,  der die vom Gesetz verlangte Partie im frei empfangbaren Fernsehen exklusiv an La Sexta vergeben hatte.

Offenbar wollte sich Telecinco dafür rächen, dass sich La Sexta ab 2009 die Rechte an der Formel 1 unter den Nagel gerissen hat. Wieso aber AVS einen solchen Rechtsbruch begeht, ist derzeit noch Gegenstand der Spekulation unter den Experten.