Real Madrids Boss beruhigt Hochtief: “Ich bin ganz lieb”

Vor einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung des größten deutschen Baukonzerns am Montag in Essen veröffentlichte ACS, das von Real Madrids Präsident Florentino Perez (Bild) angeführt wird, eine entsprechende Erklärung. Hochtief bleibe ein börsennotiertes Unternehmen mit Essen als Firmensitz, hieß es darin.

Tarifverträge und die Mitbestimmung der Arbeitnehmer würden vorbehaltlos beachtet. Geplant sei eine Kooperation, die beiden Baukonzernen nütze, heißt es in der Erklärung.

Vor der Sitzung, bei der der Aufsichtsrat über das Übernahmeangebot berät, hatten am Montagmorgen rund 500 Beschäftigte demonstriert. Hochtief-Betriebsräte befürchten einen massiven Stellenabbau.

Zu diesem Punkt nahm ACS in der Erklärung keine Stellung. In dem Kontrollgremium sitzen auch zwei ACS-Vertreter, die aber an der Sitzung nicht teilnahmen. Damit sollten Interessenkonflikte vermieden werden, wie es in der Erklärung hieß.

Mitte September hatte das spanische Unternehmen, das bereits knapp 30 Prozent an Hochtief hält, überraschend eine Offerte für die übrigen Anteile angekündigt. Entscheidungen über einen Abwehrkampf gegen die ACS-Offerte wurden für Montag nicht erwartet. Die Sitzung soll vor allem der Information des Aufsichtsrates dienen.

Foto: Wikipedia