Real Madrid will Kramer, Leverkusen will Medrán? “Luka Modric lang verletzt”

Die spanische Presse orakelt weiter um den angeblichen Transfer. Vor allem die Zeitung MARCA legte sich weit aus dem Fenster und berichtete schon vor einer Woche – ein Treffen mit Kramers Berater Gerd vom Bruch in Madrid soll bereits stattgefunden haben.

Demnach ist Real an Kramer als Nachfolger von Sami Khedira interessiert, der das Angebot einer Vertragsverlängerung bekanntlich abgelehnt hatte. Und jetzt offenbar sein letztes Jahr bei Real verbringt.

Wie immer ist auch Bayern München dran

Kramer hat einen Vertrag mit Bayer Leverkusen bis 2017, ist aktuell allerdings an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen. Wie immer, so die Marca, ist allerdings auch Bayern München am Deutschen dran.

Kramer wurde berühmt, als er im Finale der WM in Brasilien nach einem Zusammenstoß mit Argentiniens Ezequiel Garay das Bewusstsein verlor – bis heute erinnert sich Kramer nicht an das Finale. Zuletzt erlangte er noch dazu für sein sensationelles Eigentor gegen Dortmund Berühmtheit.

Lucas Silva bleibt die Nummer eins

Dass der Kicker bislang noch nicht bei einem großen Club spielt, passt nicht in die Logik der Zeitung: „Kramer gehört zu einem der beiden Vereine, die es in diesem Jahr wagen, die großen Bayern zu attackieren.“ Allerdings, so die Marca, ist Lucas Silva weiterhin die Nummer eins auf der königlichen Wunschliste als Nachfolger von Khedira.

Modric verletzt: Khedira oder Illarramendi?

Dass Real dringend neue Mittelfeldspieler braucht, zeigt die aktuelle Verletzung von Luka Modric, der sich mit Kroation beim Spiel in Italien schwer am Oberschenkel verletzte und wohl drei bis vier Monate ausfällt. Die Frage ist jetzt: Spielt Khedira für den Kroaten? Gerüchte halber will Real den Deutschen aber im Winter los werden – auch wenn Khedira zuletzt erneut erklärte, dass er die Saison in Madrid zu Ende spielen wolle. Spielt Asier Illarramendi, für den Real vor zwei Jahren 39 Millionen Euro bezahlte, auf den Trainer Carlo Ancelotti aber nur in Ausnahmefällen setzt? Oder muss Toni Kroos die Abwehrarbeit im Mittelfeld ganz alleine übernehmen?

Kramer selbst hat in einem viel beachteten Interview mit der Berliner Morgenpost zum Thema Stellung bezogen. Die Zeitung MARCA zitiert ihn so: „Real Madrid und Manchester United waren schon immer meine beiden liebsten Vereine, schon als Kind und Jugendlicher.“ Dass es sich am Ende nur um ein Gerücht der spanischen Presse handeln könnte, schreckt Kramer nicht. Sein Statement: „Ich hätte am liebsten die Seite aus der spanischen Zeitung ausgeschnitten und eingerahmt. Dass ich überhaupt mit Real Madrid in Verbindung gebracht werde, ist eine große Ehre für mich. Ich hatte schon immer Lust, im Ausland zu spielen, davor hätte ich also keine Angst. Ich möchte gerne ausprobieren, wie weit ich es schaffen kann. Aber ich bin noch weit davon entfernt, eine konkrete Entscheidung zu fällen.“ Denn, so Kramer: „Die Möglichkeit, nach Leverkusen zurück zu kehren, besteht. Roger Schmidt ist ein toller Trainer.“

Spanische Spieler haben derzeit derzeit umgekehrt Konjunktur in Deutschland. Laut MARCA könnte bald der offensive Nachwuchsspieler Alvaro Medrán von Real Madrid dazu kommen. An ihm sind angeblich Bayer Leverkusen, Mainz 05 und Hannover 96 dran. Sein Vertrag läuft noch bis 2017.