Real Madrid: Riesenbammel vor Atletico! “Pep Guardiola oder Messi wären besser gewesen”

In Lostopf um 12 Uhr am Freitag waren Bayern München, Porto, Paris, Monaco, der FC Barcelona und Juventus Turin. Aber Real Madrid muss gegen seinen großen Angstgegner antreten: Atletico Madrid.

Denn im Gegensatz zu Bayern München, das gegen Porto spielen darf, gab’s zuletzt nur Pleiten gegen Atletico. Die Bayern etwa wurden von Real in der Vorsaison schon mit 1-0 und 4-0 weggeputzt – im Rückspiel schoss Cristiano Ronaldo zwei Tore, zweimal traf Sergio Ramos. Das System von Pep Guardiola scheint Real zu liegen. Eine Kombination aus defensiver Sicherheit und Konterstärke schien für Pep und seine Männer zu reichen. Auch gegen Barca, das jetzt gegen Paris spielen muss, wurde in der Liga gewonnen.

Ganz anders als gegen die Bayern und Barca sieht es mit Atletico Madrid aus. Real findet einfach keine Mittel, um das intensive Spiel von Cholo Diego Simeone zu knacken. Sechsmal schon spielte Real in dieser Saison gegen Atletico, nie konnte man gewinnen.

Bilanz des Schreckens

Im spanischen Supercup vor der Saison gab es ein Remis und eine Niederlage, der Cup ging an Atletico. In der Liga gab es gleich zwei Pleiten gegen Atletico, sowohl im Stadion Bernabeu als auch im Stadion Calderon, wo es sogar ein 0-4 setzte. Und im Pokal war Atletico Real ebenfalls nach zwei Spielen aus dem Rennen. Ein Sieg und ein Remis reichten locker.

Und auch das Finale der Champions League 2014 in Lissabon wäre ja um ein Haar an Atletico gegangen. Erst der Kopfball von Sergio Ramos in der 93. Spielminute sorte für den Ausgleich, in der Verlängerung war dann Atletico platt und Real siegte noch mit 4-1. Der bis heute letzte Sieg Reals gegen den Stadtrivalen. Wann der nächste kommt, steht in den Sternen. Vielleicht ja schon im Viertelfinale der Champions League 2014/15.

Gegen Schalke eine Blamage

Dann wird sich Real gegenüber dem Achtelfinale gegen Schalke so oder so mächtig steigern müssen. Nach dem 3-4 gegen Schalke gab es Pfiffe gegen das Team, viele Fans forderten den Rauswurf von Trainer Carlo Ancelotti. Nur das Hinspiel, das mit 2-0 gewonnen wurde, rettete Real den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Nicht auszudenken, wenn Schalke auch nur eine Tick besser gewesen wäre. Oder schon im Hinspiel gewusst hätte, dass Real derzeit nicht nur verwundbar ist, sondern schlicht und ergreifen einfach nur noch grottenschlecht.

Ancelotti ratlos

So aber kam Real noch einmal mit einem blauen Auge davon. Ancelotti erklärte ratlos: “Wenn wir weiter so schlecht spielen, werden wir in dieser Saison nicht weit kommen. Die Pfiffe können vielleicht dazu dienen, uns aufzuwecken. Ich weiß auch nicht, was mit den Spielern los ist. Wir haben heute die gleiche Mannschaft gesehen, die Ende 2014 22 Spiele in Serie gewonnen hat. Im Moment sind wir aber nicht in Form, das konnte sich so niemand vorstellen. Es tut mir sehr leid, dass wir heute so schlecht gespielt haben, das tut unserem Image nicht gut. Die Pfiffe sind absolut verdient. Ich habe aber weiter volles Vertrauen in meine Spieler. Wir wissen alle, wie schlecht wir heute waren, ich habe kein Problem, das auch zuzugeben. Niemandem von uns gefällt es, so ein Spiel wie heute abzuliefern. Klar, dass ich darüber mit den Spielern gesprochen habe. Man muss jetzt klar sagen, dass wir schlecht spielen. Es ist einfach nur extrem unverständlich, nachdem wir in der Vorrunde so überragend waren. Wir müssen uns noch mehr anstrengen, um den Hebel wieder umzulegen.”