Real Madrid: Mesut Özil und Mourinho kommen zurück! “Gareth Bale wird Superstar, CR7 zweite Geige”

Denn dort überlegt man jetzt, vor allem auch angesichts der zuletzt demonstrierten spielerischen Krise Reals, wie man Bale gewinnbringend ins Spiel der Königlichen einbinden könnte. Beim FC Barcelona, ausgerechnet im Camp Nou, war der Waliser zuletzt nämlich in der zweiten Halbzeit völlig abgetaucht. Real verlor 1-2 und praktisch alle Möglichkeiten, noch die Liga zu gewinnen.

Jetzt titelt die Zeitung “Marca” euphorisch: “Genauso so geht’s, Bale”. Gemeint waren die beiden Tore und der Assist in Israel, mit denen sich Wales an die Spitze der Quali-Gruppe zur EM 2016 konsolidierte. Es könnte das erste Mal seit 1958 sein, dass sich Wales wieder für ein großes Turnier qualifiziert. Damals gab es die WM in Schweden. Seither durften die Waliser nur zuschauen.

Energische Töne von Bale? Bislang Fehlanzeige

Gareth Bale erklärte freudestrahlend nach dem Triumph: “Es wäre ein Traum für Wales, wenn wir uns qualifizieren würden. Wir sind nach Israel gefahren, um zu gewinnen. Und wir wussten, dass wir es schaffen können. Deshalb haben wir es auch geschafft.”

Solche energischen Töne würde man von Bale gerne auch in Madrid einmal hören. Dort aber gehört der Stürmer eher zu den Duckmäusern, die sich Kritik von allen Seiten anhören – und allein schon aus sprachlichen Gründen immer wieder zurück stecken. Aber auch einfach deshalb, weil Bale eher zu den stillen Zeitgenossen gehrt. Entweder auf dem Platz, wo ihn Cristiano Ronaldo nach verpassten Assists gerne auch schon mal öffentlich an den Pranger stellt und die Pfiffe der Fans gegen Bale provoziert. Oder von der Presse, die Bale seit Wochen als Versager hinstellt und seinen Marktwert von angeblich fast 100 Millionen Euro in Frage stellt.

Bale soll CR7 beerben

Darauf antwortete jetzt Bale: “Ich muss niemandem etwas beweisen, ich weiß, was ich kann und wohin ich kommen kann. Ich höre mir Kritik von Außenstehenden außerdem sowieso nicht an, also muss ich auch nichts dazu sagen.”

Selbstbewusstsein, das Bale bei Real noch fehlt. Und das, obwohl Präsident Florentino Perez zuletzt keinen Zweifel daran ließ, dass Bale für Real unverkäuflich ist. Insidern zufolge soll Bale früher oder später den langsam aber sicher alternden CR7 als Superstar ersetzen.

Statt Rechtsaußen in die Mitte

Immerhin denkt jetzt die Zeitung “Marca” um. Ihr jüngsten Planspiel lautet: Anstatt Bale auf Rechtsaußen zu verheizen, wo er zudem Abwehrarbeit leisten muss, könnte man ihn auch im zentralen Mittelfeld aufstellen, so er nach beiden Flügeln Laufwege offen hätte. Das aber würde eine Rückkehr zum alten 4-2-3-1-System erfordern, wie es Real unter José Mourinho praktizierte. Dort hatte Mesut Özil die Rolle des Zehners übernommen. Ob Bale das bei Real schaffen würde, nur weil es auch für Wales klappt, ist die Frage.

Neben Bale müssten James, Isco und Cristiano Ronaldo im offensiven Mittelfeld agieren, Sturmspitze wäre Karim Benzema. Kaum anzunehmen, dass Trainer Carlo Ancelotti auf seine drei BBC-Tenöre Benzema, Bale und Cristiano verzichten will – egal, welches System gespielt würde. Die Doppelsechs wäre für Luka Modric und Toni Kroos reserviert.