Real Madrid: Lachnummer De Gea, Keylor Navas bleibt! “Eine Minute vor Mitternacht – zu spät”

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Eigentlich sollte der Transfermarkt in diesem Sommer ja bis zum 31. August dauern. Lange genug für die Clubs, sollte man meinen, um neue Spieler zu holen. Für Real Madrid aber ist immer noch nicht Schluss. Denn um David de Gea gibt es jetzt ein Nachspiel.

Weil Real zwar mit Manchester United einen Transfer paktiert hatte und auch die Verträge schon unter Dach und Fach waren, dieser Vertrag aber nicht rechtzeitig zur Deadline um 24 Uhr bei der spanischen Liga eingegangen waren, ist der Deal am Ende geplatzt. De Gea konnte nicht eingeschrieben werden und bleibt wohl in England. Die Presse höhnt: Von “Farce” bis “lächerlich” sind am Dienstag in der Presse alle Varianten des Immergleichen zu lesen. Fazit: Real Madrid hat sich ein Eigentor geschossen. Will aber jetzt am grünen Tisch erwirken, dass der Deal doch noch gilt. Angeblich gibt es E-Mails, die die Korrektheit der Operation belegen. Die Chancen? Eher gering …

Keylor Navas? Schwer beschädigt …

Gleichzeitig wurde mit dem geplatzten Geschäft der eigene Torwart schwer beschädigt. In diesem Fall Keylor Navas. Denn Navas sollte gleichzeitig zu United transferiert werden, wie die Zeitung “Marca” berichtet, ganz klar gegen den Willen des Keepers. Noch am Montag musste Keylor ins Bernabeu-Stadion kommen, um seinen neuen Vertrag bei den Engländern zu studieren. Weil seinem Berater einige Dinge nicht geheuer waren, wollte Navas diese Punkte mit United ausdiskutieren. Dazu kam es aber nicht. Bis zuletzt meldete sich offenbar United nicht mehr. Und Real wartete. Und wartete. Bis eine Minute vor Mitternacht die Bestätigung dann doch noch kam, dass alles in trockenen Tüchern sei. Dann aber war es zu spät.

Was bleibt, ist ein Keylor Navas, der schwarz auf weiß serviert bekam, dass man ihn in Madrid nicht mehr haben wollte. Und ein David de Gea, der jetzt nicht weiß, ob er in dieser Saison überhaupt noch einmal spielen wird. Bislang hatte ihn sein Coach Louis van Gaal auf die Tribüne verbannt. Wer der Holländer kennt, weiß, dass er nur schwer vergeben kann. Sagen Kenner der Szene. Auf jeden Fall dürfte De Gea mit Real mehr als nur indigniert sein – schließlich ist dies die Saison, an deren Ende die Euro 2016 gespielt wird. Und De Gea wollte Iker Casillas ja nicht nur im Tor Reals beerben, sondern auch im Tor der Seleccion. Darauf könnte nun zweimal nichts werden. Scheinbar ein klarer Fall von “Pech gehabt”.

Casillas lacht – und wird immer jünger

Iker Casillas lachte derweil in Madrid, wo er als Torwart der “Roja” ins Trainingslager einstieg, in die Kameras. Der neue Keeper des FC Porto sah um Jahre jünger aus als zuletzt. Als er bei Real Madrid täglich in der Zeitung stand. Als Auslaufmodell, als Stinkstiefel, als Problemverursacher. Jetzt scheint er glücklich. Und er sagt: “Ich bin froh, dass ich gegangen bin, ich brauchte frische Luft zum Atmen.”

Die Frage, die sich stellt: Liegt ein Fluch über dem Tor von Real Madrid? Oder ist die Führung des angeblich besten Clubs der Welt einfach nur unfähig, sportliche Entscheidungen zu treffen. Fakt ist, dass Präsident Florentino Perez keinen Sportdirektor unter oder gar neben sich haben möchte. Deshalb verzichtet der Club auf diese Position, die überall sonst auf der Welt eine feste Größe darstellt. Wie man sieht, vielleicht auch zurecht …

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