Real Madrid: Jesé für Marco Reus! “Keine Absprache mit Borussia Dortmund”

Genau genommen, so Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der “Bild”, sei das Unsinn, weil Reus im Sommer über sein Schicksal sowieso selbst bestimmen könne. Die fest geschriebene Ablöse betrage 25 Millionen Euro. Viel zu besprechen scheint es da tatsächlich nicht zu geben.

Und prompt schwenkt die Zeitung AS auch schon um. Jetzt konzentriert man sich auf Jesé. Der hat den Vorteil, dass er bereits bei den Königlichen unter Vertrag steht. Man muss ihn also nicht erst umständlich aus einem Vertrag herauskaufen. “Jesé ist der Transfer des Winters”, so das Blatt.

Zwei Millionen Euro pro Saison

Die Zeitung “Marca” meldet gar, dass Real schon bald den Vertrag mit Jesé um vier Jahre verlängern will. Und zwar gleich um vier Jahre. Sein Gehalt werden von rund einer Millione Euro auf zwei Millionen aungehoben. Wie die Zeitung schreibt, sieht ihn Präsident Florentino Perez als kommenden Superstar. Die Zutaten hat er: Aus der eigenen Jugend kommend machte er vor seiner schweren Verletzung vor acht Monaten gegen Schalke 04 in der Champions League sogar dem 91-Millionen-Mann Gareth Bale den Stammplatz streitig. Jetzt überstand er einen schweren Kreuzbandriss. Und scheint auch menschlich gereift.

Publikumsliebling im Bernabeu-Stadion

Bei seinem Comeback gegen Cornellá am Dienstag im Pokal machte Jesé sofort klar, dass er wieder zurück aufs Spielfeld will: In nur 34 Spielminuten auf dem Feld gelang ihm ein Beinschuss mit der Hacke, er spielte 20 Pässe (nur sieben weniger als Chicharito, der das komplette Spiel absolvierte), dazu schoss er das Tor zum 5-0. Besser geht es kaum. Die Zeitung AS zählte nach: Es war Jesés neuntes Tor in 1.231 Spielminuten für Real (in bislang 34 Partien). Macht unterm Strich ein Tor alle 137 Minuten. Das ist zwar noch nicht der Schnitt von Cristiano Ronaldo. Aber für einen Nachwuchsspieler mehr als ordentlich. Das Publikum liebt ihn dafür, Jesé gehört schon jetzt zu den Publikumslieblingen im Bernabeu-Stadion. Auch deshalb, weil Jesé weiß, woher er kommt und sich Zeit für die Fans nimmt, zum Beispiel um Autogramme zu schreiben.

“Jesé hat keine Angst”

Alberto Toril, Jesés früherer Trainer bei der B-Elf Reals, erklärte jetzt gegenüber der Zeitung “Marca”: “Er war sehr gut gegen Cornallá, es ist schwer, nach acht Monaten wieder zu spielen, vor allem nach einer so schweren Verletzung. Er war sogar besser, als ich erwartet hatte. Er hat mehr Muskeln als früher, denn er hat ja vor allem im Kraftraum gearbeitet. Jetzt muss er sich auf dem Platz wieder die alte Spritzigkeit holen. Er war immer schon kräftig, schnell und er wird diese Qualitäten auch in Zukunft haben. Er muss jetzt spielen und trainieren, dann kann er auf seinem besten Niveau spielen und wirklich jedem Spieler der Welt den Platz streitig machen.”

Trainer Carlo Ancelotti zeigte sich nach dem 5-0 gegen Cornellá entsprechend zufrieden mit Jesé: “Wir haben eine große Qualität an den Tag gelegt und verdient gewonnen. Jesé war acht Monate nicht mehr dabei, er wird jetzt Schritt für Schritt wieder an unser Niveau heran geführt. Er muss sich wieder an den Wettkampf gewöhnen, aber ich glaube nicht, dass er Angst davor hat. Alles läuft normal für ihn nach einer so schwierigen Verletzung.”