Real Madrid: Iniesta sorgt für Lacher, Ronaldo für Titel! “Globaler Jubel, Liga nicht so wichtig”

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Netter Versuch, aber wohl kaum überzeugend: Andres Iniesta versuchte, seine Saison zu retten, die des FC Barcelona natürlich gleich mit. Der Mittelfeldmann der spanischen Nationalelf sowie Barcas erklärte jetzt: “Die Spieler von Real Madrid feiern jetzt natürlich die Champions League, aber sie werden auch enttäuscht sein, dass sie die Liga nicht gewonnen haben.”

Fakt ist aber, dass über die spanische Liga niemand wirklich redet in Madrid. Spanien scheint bereits eine Nummer zu klein für die Königlichen. Auch wenn Präsident Florentino Perez im Interview mit der Zeitung “Marca” die Europaliga erst in Zukunft sieht. Eine schnelle Umsetzung der Liga, in der nur die Topclubs aus Europa spielen sollen, sieht er aktuell als “kompliziert”. Dafür aber habe Real die UEFA um eine Änderung der aktuellen Champions League gebeten, der aktuelle Modus sei “etwas angestaubt”.

Fakt ist, dass man sich in Madrid mehr und attraktivere Spiele wünscht. Dass man am Ende dieser Saison die “Undecima” gewonnen hat, ist zwar ein Grund zum Jubel. Perez sagte: “Die Champions League ist in der DNA dieses Clubs, Real Madrid ist ewig, der größte Club der Welt. Ein Spieler, der zu uns kommt, wird auf der ganzen Welt erkannt und bejubelt. Dieses Gefühl haben die Spieler nur bei Real.”

Nicht wenige Fans der Königlichen wollten am Ende gar nicht richtig ausgelassen feiern…

Aber dass man auf dem Weg wenig große Gegenwehr fand, und wenn, dann von wenig ruhmreichen Clubs wie Wolfsburg, kann auch in Madrid niemandem gefallen haben. Und im Finale erneut Atletico zu besiegen? Nicht wenige Fans der Königlichen wollten am Ende gar nicht richtig ausgelassen feiern, weil sie von den Tränen der Fans Atleticos in der eigenen Stadt gerührt waren. Schöner, wenigstens gefühlt, wäre es jedenfalls schon, wenn die Fans in München, Manchester oder Mailand weinen würden. Wo man sie nicht sehen muss, wo sie einem nicht im Büro oder in der Bar gegenüber sitzen. Oder vielleicht sogar am eigenen Küchentisch. Es gibt ja nicht wenige Familien in Madrid, die in der Frage Real-Atletico gespalten sind. Sogar das Königshaus ist betroffen. Der alte König Juan Carlos jubelt für Real, der aktuelle König Felipe für Atletico.

So oder so: Weil die Champions League eben weltweit geschaut wird, hat jetzt Cristiano Ronaldo, der im Finale von Mailand den entscheidenden Elfmeter versenkte, wieder allerbeste Karten, im kommenden Januar zum besten Spieler der Welt gekürt zu werden. Perez sagte: “Ronaldo hat alle Chancen, er hätte es verdient.” Tatsache ist, dass der Portugiese seine dritte Champions League holte, erneut Torschützenkönig wurde – und als einziger Spieler der Welt in sechs Jahren in Serie in jeder Saison mehr als 50 Tore schaffte. In der abgelaufenen Spielzeit waren es 51, 35 in der Liga, 16 in der Champions League.

Viel wird jetzt für CR7 darauf ankommen, ob er mit Portugal eine ansehnliche Euro in Frankreich hinbekommt. Aber auch danach steht er schon jetzt sicher im Rampenlicht. Am 9. August steigt das Finale im europäischen Supercup gegen Sevilla, im Spätherbst dann kommt die Club-WM, wo Real als europäischer Vertreter wohl wieder sicher ins Finale vorstoßen wird. Gelegenheit genug, um Tore zu schießen. Und Tore sind bekanntlich die Spezialität von Cristiano Ronaldo.

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