Real Madrid: Godin verschmäht Cristiano Ronaldo! “Messi und Luis Suarez sind viel besser”

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So schnell wie diesmal war eine spanische Meisterschaft noch nie vergessen. Keine zwei Tage ist es her, dass der FC Barcelona die Liga holte, da redet ganz Spanien nur noch von drei Dingen: dem Finale der Europa League zwischen Titelverteidiger FC Sevilla und Jürgen Klopps FC Liverpool, der Liste der 23 Auserwählten von Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque für die Euro 2016, und natürlich vom Finale der Champions League am 28. Mai in Mailand. Denn dort spielen bekanntlich zwei Teams aus Madrid. Real gegen Atletico, die Mutter aller Derbys.

Einer der Protagonisten wird wohl wieder Atleticos Diego Godín, der schon im Finale von 2014 in Lissabon fast das Spiel entschieden hatte. Sein Kopfball zum 1-0 für Atletico war lange Zeit das einzige Tor des Abends und hätte fast zum Sieg für die Colchoneros gereicht. Bis dann in der 93. Minute Sergio Ramos kam und einen Eckball von Luka Modric in die Maschen donnerte. Mit dem Kopf. Schon jetzt eins der legendärsten Tore aller Zeiten.

Dass die Rivalität zwischen Real und Atletico eine ganz besondere ist, weiß deshalb auch Godin, obwohl er auch Uruguay noch eine ganz andere Ruppigkeit gewöhnt sein dürfte. Sein Statement jetzt nach dem Ende der Liga: “Wenn der FC Barcelona den Titel holt, schmerzt uns das weniger, als wenn Real gewinnen würde.” So weit so gut. Aber was heißt das für das große Finale in Mailand?

Godin: “Ich habe großen Respekt vor Real Madrid, ich fühle keinen Hass und habe auch sonst nichts gegen den Club, aber ich will eben doch immer gegen sie gewinnen”, so der Verteidiger in der Radiosendung “El Partido de las 12 ” im Sender COPE.

“Aus dem Finale in Lissabon haben wir gelernt”

Auch in der Einzelkritik bevorzugt Godin demnach Kicker des FC Barcelona: “Messi ist der beste Spieler der Welt, Luis Suárez ist der beste Stürmer der Welt.” Cristiano Ronaldo? Kann in Mailand Godin zeigen, dass er vielleicht doch den ein oder anderen vergessen hat.

Godin zuversichtlich: “Aus dem Finale in Lissabon haben wir gelernt, wir wissen jetzt sehr gut, wie wir gegen Real Madrid zu spielen haben, die letzten Spiele liefen ja positiv für uns. Wir werden eine sehr taktische Partie planen, sehr körperbetont, ich denke, am Ende werden kleine Details entscheiden. Atletico wird topfit ins Finale gehen und wir werden 150 Prozent für den Sieg geben. Viele sehen uns ja sogar als Favoriten gegen Real, weil wir Barca und den FC Bayern München ausgeschaltet haben, aber ein Finale gegen Real Madrid ist immer fifty-fifty.”

Den Ausschlag könnte am Ende auch der Trainer ausmachen. Godin: “Es ist schwer, sich Atletico ohne Diego Simeone vorzustellen. Er hat eine Gruppe von Spielern geformt, die für ihn durchs Feuer gehen würden, wir glauben an seine Methoden und seine Taktik, deshalb können wir auch gegen die großen Clubs gewinnen. Simeone weiß immer, was er tut und sagt, trifft immer die richtigen Worte. Die Basis ist Arbeit, viel Arbeit.”

Dass es ein Leben außerhalb Atleticos gibt, weiß Godin auch: “Ich habe viele gute Angebote bekommen, Atletico zu verlassen, in diesem Sommer habe ich viel Geld angeboten bekommen, aber ich wollte nicht weg. Man kann natürlich zu reicheren Clubs gehen, aber dort wird man niemals als Spieler so gefördert wie bei Atletico. Ich bin Colchonero, auch weil mir die Fans hier so viel Liebe zeigen.”

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