Real Madrid: Gareth Bale hat fertig, Figo verteidigt CR7! “Kroos gesetzt, Fans wollen 4-4-2”

Wie eine Umfrage der Zeitung “AS” ergab, wollen 90 Prozent der Leser eine Umstellung. Statt des bislang stets favorisierten 4-3-3 mit Bale, Karim Benzema und Cristiano Ronaldo würden sie aktuell auf 4-4-2 wechseln.

Das heißt aber im Klartext: Einer der Millionenstürmer müsste raus. CR7 ist unantastbar, Karim Benzema gilt als Liebling des Präsidenten. Bleibt Bale. Zuletzt stand er heftig in der Kritik, weil er Benzema, CR7 und auch James aus aussichtsreicher Position nicht den Ball abspielte, sondern selbst aufs Tor schoss. Oder, besser gesagt, daneben.

Kroos muss Löcher stopfen

Im Mittelfeld müssten Kroos, Isco, der bald wieder genesene Luka Modric und der in zwei Monaten zurück kehrende James den Karren ziehen – und die zuletzt riesigen Löcher in der Abwehr stopfen.

Bislang aber hatte Trainer Carlo Ancelotti stets betont, dass sein BBC-Sturm “immer spielen wird, wenn die Spieler fit sind”. Aber das sagt er wohl mehr aus Geschäftsinteresse denn auch sportlicher Überzeugung. Dass Bale nämlich seine Defensivaufgaben eher weniger als mehr erfüllt, sieht, wie man so schön sagt, ein Blinder.

Real ohne Torchance

Vor allem zuletzt beim 0-4 im Calderon-Stadion gegen Atletico waren Mittelfeld und Abwehr Reals hoffnungslos überfordert, Atletico schaffte praktisch mühelos vier Tore. Und Real nicht einen einzigen gefährlichen Torschuss.

Unterdessen geht die Debatte um Cristiano Ronaldos Fete vom Samstag weiter. Luis Figo verteidigte seinen Landsmann: “Wer an Cristiano Ronaldo zweifelt kennt ihn nicht, weder seine Lebensgeschichte noch seinen Charakter.” Es gebe keine Debatte um Ronaldos Professionalität und Leidenschaft für Real Madrid.

Sause mit Folgen

Nach dem 0-4 hatte Ronaldo zu einer Sause gelande, die allerdings schon lange geplant war. Nach Angaben seines Beraters Jorge Mendes sei es nicht möglich gewesen, die rund 150 geladenen Gäste wieder nach Hause zu schicken. Aber die Fans regten sich mächtig auf, im Internet kursierten #LaFiestaDeLaDeshonra hässliche Kommentare.

Ronaldos Berater Jorge Mendes hat seither alle Hände voll zu tun, die Wogen zu glätten. Dabei erklärte er im spanischen Radio: “Wir sind in das Restaurant gegangen, weil einfach zu viele Leute eingeladen waren, um sie in Cristianos Haus unterzubringen. Und viele kamen von weit her, es wäre unmöglich gewesen, sie alle wieder auszuladen. Es waren außerdem viele Kinder mit dabei.” Wie die Zeitung “Marca” berichtet, waren 41 Kinder bei der Feier anwesend.

Dass die Bilder von der Feier sofort im Internet erschienen, gefiel Medes gar nicht: “Es war eine private Fete, es ärgert mich richtig, dass irgendjemand die Bilder sofort veröffentlicht hat.”

CR7 ärgerte sich selbst

Und Cristiano selbst? Mendes: “Cristiano war auch sehr ärgerlich, die ganze Situation hat ihm nicht gefallen. Die ersten zwei Stunden haben alle Gäste versucht, ihn nach der Pleite gegen Atletico zu trösten. Er ist der beste Profi, den ich kenne, und das wird er auch sicher bleiben. Er wollte erst nicht lange bleiben, aber als er dann die mehr als 40 Kinder auf dem Fest sah, konnte er ja schlecht gehen. Er feierte einfach aus Repekt vor seinen Gästen weiter, denn sie hatten zum Teil sehr weite Anreisen auf sich genommen.”

Zum Kolumbianer Kevin Roldán, der das Fest mit seiner Musik untermalte und scheinbar der “Maulwurf” war, der die Bilder ins Internet stellte, sagte Mendes: “Es ist absolut nicht zulässig, dass jemand Profit aus der ganzen Sachen ziehen will. Niemand hat das Recht, Bilder einer privaten Feier zu veröffentlichen. Ich habe mit niemandem gesprochen, ich kenne viele Leute nicht, die auf der Feier waren, aber es geht überhaupt nicht, dass von einer privaten Fete Bilder erscheinen.”