Real Madrid: Finale perfekt, Manchester City schläft ein, Atletico will Revanche! “Autopilot nach Mailand”

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Es ist vollbracht, Real Madrid steht im Finale der Champions League. Es ist das 14. Endspiel der Königlichen, mehr als jeder andere Club. Das Finale am 28. Mai im Stadion San Siro in Mailand ist aber auch sonst etwas ganz Besonderes: Weil es gegen Atletico geht, überholt Madrid in der Gesamtbilanz Mailand als die Stadt mit den meisten Finalteilnahmen. Denn Madrid kommt zusammen auf 17 Finals (Real 14, Atletico 3), Mailand bleibt bei 16 (Milan hat 11, Inter 5 Finalteilnahmen).

Real konnte dabei in einem eher lausigen Fußballspiel am Mittwoch Manchester City überwinden, das trotz guter Aussichten, das Finale zu erreichen, komplett versagte. Ein Auswärtstor hätte genügt, um Real in ernste Bedrängnis zu bringen. Die Königlichen selbst schafften jedenfalls nur einen Treffer, durch Gareth Bale, der sein erstes Tor in der Königsklasse schaffte.

Aber Manchester City schoss im ganzen Spiel nur ein einziges Mal aufs Tor von Keylor Navas (genauer gesagt an den Außenpfosten), der nicht einen Ball zu halten brauchte – und ohne Gegentor im Bernabeu-Stadion ins Finale kam. Im Trott von Yaya Touré, der mehr einem Exspieler glich als einem Aktiven, der die Champions League gewinnen will, überbot sich City in Harmlosigkeit. Allen voran Kun Agüero, der bewies, dass er einst einmal ein guter Stürmer gewesen sein mag, dies aber gegenwärtig nicht mehr ist.

Fakt ist: Manchester City war die große Enttäuschung der beiden Halbfinalspiele

Dass Citys Trainer Manuel Pellegrini, einst selbst einmal bei Real Madrid und mit Pfiffen empfangen, nach dem Match davon träumte, mit Real auf Augenhöhe gespielt zu haben? Das gehört wohl zu den Mechanismen des Selbstbetrugs, die auch im Fußball immer öfter um sich greifen. Statt realistisch zu sehen, was auf dem Spielfeld passiert, mutiert der Drang, alles positiv sehen zu müssen, zu einer Fata Morgana. Fakt ist: Manchester City war die große Enttäuschung der beiden Halbfinalspiele. Während sich Atletico Madrid und Bayern München zu Höchstleistungen trieben, lullten sich Real Madrid und Manchester gegenseitig ein. Was im Falle Reals vielleicht noch zu rechtfertigen ist: Das entscheidende Tor von Bale fiel schon nach 20 Minuten, danach schalteten die Königlichen auf Autopilot. Mehr als nötig war eben nicht nötig, phasenweise hatte Real mehr Angst vor der eigenen Angst als berechtigte Sorge vor den harmlosen Engländern, bei denen der verletzte David Silva hinten und vor allem vorne fehlte. Auch so köpfte Bale noch einmal an die Querlatte, stand Luka Modric frei vor Joe Hart, hatte Cristiano Ronaldo zwei Torgelegenheiten.

Der Star Reals blieb diesmal aber glücklos, wenn auch trotzdem glücklich. Nach seiner Verletzung vor zwei Wochen hielt der Portugiese 90 Minuten durch und freut sich: “Wie immer haben viele an mir gezweifelt, ich weiß auch nicht warum, üblicherweise verheilen meine wenigen Verletzungen doch immer sehr schnell. Ich habe heute viel in der Defensive gearbeitet, das Team ist verdient ins Finale gekommen. Auch Gareth Bale, der endlich auch wieder einmal traf, obwohl Cristiano Ronaldo auf dem Feld stand, freut sich aufs Finale: “Atletico wird extrem schwierig, aber wir werden gut vorbereitet sein.” Möglicherweise ja besser als vor zwei Jahren. Damals musste Sergio Ramos in der 93. Minute Real in die Verlängerung köpfen, Real holte mit 4-1 die “Decima”.

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