Derby-Frust: Fernando Torres unsichtbar, Benzema und CR7 (ver)zweifeln an Benítez

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Nach dem mickrigen 1-1 im Derby gegen Atletico Madrid schaut Real dumm aus der Wäsche. Die Tabellenführung, die man mehr als eine Stunde lang in der Tasche hatte, wurde verspielt. Weil das Team viel zu defensiv agierte.

Was am Ende dazu führte, dass ein eigentlich harmloser Ball bei Alvaro Arbeloa landete, der schon seit geraumer Zeit wenig Ideen aufbringt, was man mit dem Spielgerät während der 90 Minuten eines Fußballspiels noch anderes tun kann, als ihn auf die Tribüne zu jagen. Fakt ist: Er versuchte es mit der Hacke, scheiterte kläglich, lief dem davon galoppierende Jackson Martinez hinterher, allerdings vergeblich. Und musste dann mit den entsetzten Fans Reals zuschauen, wie Luciano Vietto den späten Ausgleich schaffte.

Es blieb bei einer Chance im ganzen Spiel, mehr war nicht drin für Real Madrid

Bis dahin hatte Real wenig getan, um dieses Derby zu gewinnen. Nach dem Tor von Karim Benzema schon in der achten Minute dominierte Real zwar das Spiel, hatte allerdings nicht vor, noch mehr Torchancen zu kreiieren. Dabei war von Atletico, bei dem auch Fernando Torres, der von Anfang an spielen durfte, aber unsichtbar blieb, nichts zu sehen. Es blieb bei einer Chance im ganzen Spiel für Real, mehr war nicht drin. Keylor Navas musste sogar  noch einen Elfmeter halten, weil Sergio Ramos den Überblick verloren hatte. Sogar Cristiano Ronaldo spielte kaum mit. Unter dem neuen Coach Rafa Benitez hat der Weltfußballer jetzt schon in sechs der sieben Ligaspielen nicht getroffen. Und Benitez steht mächtig in der Kritik.

Denn vor allem seine Statements nach den Spielen sorgen mittlerweile für Verwirrung. Nach dem 1-1 im Calderón sagte er: “Wir wollten das Spiel ja in der ersten Halbzeit gewinnen, da hätten wir noch ein Tor mehr machen müssen.” Worauf die Zeitung “Marca” kommentierte: “Schon recht, Rafa, aber ein Spiel dauert immer noch 90 Minuten und hat zwei Halbzeiten.”

In der zweiten Halbzeit allerdings besann sich Atletico auf seine alten Tugenden – also Intensität und Willensstärke. Dieser Kombination hatte Real außer den Balleroberungen Casemiros nichts entgegen zu setzen. Gar nichts. Nicht ein einziger Konter gelang. Benitez: “Uns hat der letzte Pass gefehlt.” Was er verschwieg: Auch der vorletzte Pass war selten zu sehen.

Benzema genervt: “Fragen Sie den Trainer”

Und so konnte die einst konterstärkste Mannschaft der Welt eine komplette Halbzeit lang nicht davon profitieren, dass Atletico immer stärker nach vorne preschte, um den Ausgleich zu erzielen. Selbst die Einwechslung von Gareth Bale half nicht weiter. Kommentar der Marca: “Es war wohl eher so, dass mit Bale das Spiel noch schwächer wurde.” Die Zeitung “AS” vermutet, dass Bale nach seiner überstandenen Verletzung noch gar nicht fit war, um ein Spiel zu bestreiten. Aber per Dekret spielen musste. Weil der Präsident Reals, Florentino Perez, das so will. Und der hat in Madrid in Ermangelung eines Sportdirektors nun einmal überall das Sagen.

Stattdessen musste Karim Benzema wieder einmal aus dem Spiel, was unter Benitez schon Gewohnheit geworden ist. Und was dem Franzosen, der mit sechs Toren bester Torjäger Spaniens ist, überhaupt nicht gefällt. Auf die Frage, was er von seinen Auswechslungen hält, sagte er nur: “Fragen Sie den Trainer.”

Fakt ist: Real kam am Ende bei 15 Punkten in der Tabelle weder an Villarreal noch am FC Barcelona vorbei kam – die beide ihre Spiele am Wochenende verloren, Villarreal gegen Levante, Barca gegen den FC Sevilla.

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