Real Madrid: Brexit bedroht Gareth Bale und James! Notverkauf für Nicht-EU-Fußballer?

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Der Brexit der Briten hat ein Nachspiel auch für Real Madrid. Gareth Bale wird plötzlich von einem ganz normalen Spieler im Kader der Königlichen zu einem Nicht-EU-Ausländer. Und davon hat Real schon drei andere: James, Casemiro und Danilo. Die Frage lautet: Wer dieser vier wird verkauft?

Natürlich wird der Brexit nicht von heute auf morgen über die Bühne gehen. Aber Clubs wie Real denken langfristig. Geplant ist (oder war jedenfalls), mit Bale bis zum Jahr 2023 zu verlängern. Ob und wie das gehen soll, ist jetzt Gegenstand der Überlegungen. Denn freie Berufsausübung gilt eben in der EU nur für die Angehörigen der 28 Mitgliedsstaaten. Bislang gehörte auch Großbritannien dazu. Nach dem Brexit aber wird das irgendwann aufhören. Auch für den Waliser Bale.

Wenn Bale Glück hat, ist die kommende britische Regierung allerdings wie die aktuelle kein Freund des Brexit. Wie lange der Ausstiegsprozess dauert, hängt maßgeblich davon ab, ob die nächste Regierung diesen Prozess beschleunigt oder bremst. Je nach Ansicht der Experten könnte der Brexit in zwei bis sieben Jahren über die Bühne gebracht werden. Der aktuelle englische Regierungschef David Cameron hat bereits seinen Rücktritt im Oktober angekündigt. Wer sein Nachfolger wird, steht noch in den Sternen.

Derzeit spielen laut Schätzungen rund 400 EU-Europäer in England und Schottland, die bald frei gesetzt werden könnten…

Allerdings könnte Real auch vom Brexit profitieren. Denn welche und wie viele nicht-britischen Spieler in Zukunft in der finanziell so starken englischen Liga noch spielen dürfen, ist durchaus die Frage. Kann Manchester City noch einkaufen, wie es beliebt? Oder gelten künftig strengere Spielregeln für den englischen Markt? Fragen über Fragen. Wird die Transferpolitik in England künftig strenger gehandhabt als bislang, wo natürlich auch im EU-Land England Europäer freie Berufsausübung genießen, könnten die großen Clubs außerhalb Englands lachen. Man wird sehen. Derzeit spielen laut Schätzungen rund 400 EU-Europäer in England und Schottland, die bald frei gesetzt werden könnten. Spielen sie bald wieder auf dem Kontinent?

Mit Sicherheit werden aber Spieler bei verknappten Plätzen in den englischen Clubs dann noch teurer. Für die Engländer. Aber auch für den Rest der Welt. Denn können auch in Zukunft nur drei “Ausländer” für englische Clubs antreten, wird deren Wert ins schier Unermessliche steigen. Für einen Alvaro Morata sind dann nicht mehr wie derzeit geschätzt 70 Millionen hinzublättern. Sondern deutlich mehr.

Dazu wird die Talentflucht guter europäischer Jugendlicher nach England bald aufhören. Denn die EU erlaubt Transfers von Minderjährigen nur unter bestimmten Umständen in EU-Länder. Dass ein Spanier wie Bellerin bei Arsenal kickt, und das schon als Jugendlicher, wird bald unmöglich sein.

Was das für die aktuelle Euro in Frankreich bedeutet? Natürlich nichts. Außer, dass die Engländer am Montag gegen Island noch genauer im Fokus stehen werden. Denn es wäre ja schon eine Lachnummer der besonderen Art, wenn ausgerechnet England, das jetzt den Ausstieg aus der EU forciert hat, die EM gewinnen würde. Oder vielleicht muss man sich auch daran gewöhnen, dass EU und Europa zwei getrennte Dinge sind. Beim Eurovision Song Contest geht’s ja auch. Dort singt mittlerweile sogar Australien um die europäische Schlagerkrone mit …

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