Real Madrid: Barca jubelt, Bernabeu pfeift, Bale versagt! “30 Tore für Cristiano Ronaldo, Toni Kroos baut ab”

Denn am Ende stand das erste Remis der Saison, 1-1. Dabei hatte Real sogar noch Glück, dass es überhaupt einen Punkt gab.

Kurz vor Spielschluss parierte Iker Casillas einen Kopfball von Vietto, der gut und gerne den Sieg für Villarreal hätte bedeuten können. Zudem war Vietto bei anderer Gelegenheit frei auf dem Weg zum Tor gestolpert.

Allerdings hätte Real den Sack frühzeitig zumachen können. Nach Ronaldos Elfmetertor zum 1-0 gab es Chancen im Minutentakt. Aber Bale und Jesé vergaben ihre Chancen kläglich, die weiteren Gelgenheiten Ronaldos parierte der überragende Keeper Sergio Asenjo. Und die Zeitung “Sport” aus Barcelona jubelte: “Danke, Real, für dieses Geschenk.”

CR7: Tor Nummer 30

Für Ronaldo gab es so immerhin noch Saisontor Nummer 30 – es ist die fünfte Saison in Serie für den Weltfußballer mit wenigstens 30 Toren. Werden es nicht bald noch mehr, muss Real ernsthaft um die bereits sicher geglaubte Meisterschaft fürchten. Denn das Team wirkt müde, allen voran Toni Kroos.

Carlo Ancelotti, Trainer Real Madrids, wurde gar ausgepfiffen, als er Asier Illarramendi für Publikumsliebling Isco brachte. Der Coach erklärte danach: “Es tut mir leid, wenn die Fans die Auswechslung nicht verstanden haben. Ich tausche ja aus, weil ich dem Team helfen will. In diesem Fall brauchten wir einfach mehr Gleichgewicht im Mittelfeld, wir hatten zu diesem Zeitpunkt mit Bale, Benzema, Ronaldo und Jesé schon vier Stürmer auf dem Platz, Marcelo spielte ständig nach vorne.”

Nicht effektiv genug

Ancelotti weiter: “Wir waren nicht effektiv genug beim Ausnutzen unserer Chancen. Aber das passiert im Fußball. Manchmal jedenfalls. In der ersten Halbzeit waren wir zu langsam, in der zweiten Halbzeit dann phasenweise zu schnell. Ob wir übereilt geschossen haben, will ich nicht sagen, aber wir hatten viele Chancen und nur ein Tor. Wir hatten einfach kein Glück beim Abschluss, würde ich sagen. Von den 25 Schüssen gingen ja nur sieben zwischen die Pfosten, das ist nicht sehr exakt.”

Dass sein Team müde sei, dementierte Ancelotti erneut energisch: “Wenn wir physische Probleme hätten, würden wir doch in der zweiten Halbzeit einbrechen, oder? Aber es war ja genau umgekehrt. Wir hatten unsere Probleme in der ersten Hälfte. Wir haben unter der Woche gut trainiert, alles lief perfekt, nur im Spiel ist uns nicht alles gelungen. Aber wir haben keine körperlichen Probleme.”

Kroos kommt nicht hinterher

Dass Kroos derzeit keine wirklich gute Figur abgibt, ist Ancelotti auch schon aufgefallen – die spritzigen Spieler Villarreal sind am ihm vorbeigeflogen und ließ den Ex-Bayern phasenweise richtig alt aussehen. Ancelotti: “Lucas Silva hat versucht, sich in der Nähe von Kroos zu bewegen, was in der ersten Halbzeit nicht so gut funktioniert hat, da hatte Villarreal gute Chancen. In der zweiten Halbzeit war es dann besser, Villarreal kam nur noch zweimal vor unser Tor. Wir haben versucht, früher zu attackieren, aber Villarreal hat gut den Ball bewegt.”

Insgesamt keine guten Vorzeichen vor dem Clásico am 22. März im Camp Nou von Barcelona. Ancelotti lächelte aber auch diese Tatsache weg: “Ich glaube, dass das Team noch besser wird. Wir haben jetzt zwei Punkte verloren, aber die Liga wird sich am letzten Spieltag entscheiden. Zwei Punkte Vorsprung haben wir ja noch, das ist nicht viel, aber wir können darauf aufbauen. Das nächste schwere Spiel steigt nicht erst im Camp Nou, sondern schon am Samstag in Bilbao.”