Real Madrid 2007: Schuster kam, sah und siegte

Sowohl die Fußballer als auch die Korbwerfer gewannen die spanischen Titel, nach 21 Jahren ging die „Doblete“, wie es in Spanien heißt, wieder in die Hauptstadt. Beide Abteilungen gewannen ihren jeweils 30. nationalen Titel.

Dabei sah es lange Zeit so aus, als sollten beide Titel an den Erzfeind FC Barcelona fallen. Aber wer erinnert sich nicht an den ominösen vorletzten Spieltag der Primera División, als nach 80 Spielminuten Barça gegen den Stadtrivalen Espanyol mit 1-0 führte und Real Madrid gleichzeit in Zaragoza zurücklag. Erst traf dort Ruud van Nistelrooy zum Ausgleich, und während man in den Bars des Landes noch die Wiederholung dieses Tores bestaunte, traute man seinen Augen nicht, als es auch in Camp Nou erneuten Anstoß gab.

Schuster lässt Real guten Fußball spielen – manchmal wenigstens

Was war passiert? Unbemerkt vor aller Augen hatte dort Raúl Tamudo zum Unentschieden getroffen und aus der bereits sicher geglaubten Meisterschaft Barcelonas eine Meisterschaft für Real Madrid gemacht. Am letzten Spieltag gegen Mallorca musste Real nur noch gewinnen – und tat es auch.

Dass nach nach dieser geschenkten spanischen Meisterschaft Bernd Schuster für den ungeliebten Trainer Fabio Capello kam, hat sich längst ausgezahlt. Der Augsburger lässt Real immer noch gewinnen, dabei aber auch noch guten Fußball spielen – manchmal wenigstens. Und der FC Barcelona hat sich von der Krise noch nicht erholt. Sieben Punkte liegen die Katalanen derzeit hinter Real –  eine kleine Katastrophe.