Real in Rom: Zum Glück ist der Papst ein Deutscher

Ruud van Nistelrooy schoss beide Treffer für die Madrilenen, bei denen die gesamte Mannschaft nicht ihr Potential ausschöpfen konnte. Sogar Spielmacher Guti verstieg sich zu Fehlpässen, ein untrügliches Zeichen dafür, dass in der Mannschaft etwas nicht stimmt.

Trainer Bernd Schuster sieht sich seit Tagen heftigen Attacken aus der Presse ausgesetzt. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Rotations-Praxis Schusters, der bislang noch in jedem Spiel neue Spieler ausprobiert hat. Einige Journalisten lästern, dies sei die längste Vorbereitung aller Zeiten in der Geschichte des Vereins. Und das, nachdem die Mannschaft gegen Atlético Madrid und in Villareal bereits Traumfußball gespielt habe. Seine Freunde erwidern, dass Schuster eben immer auf der Suche nach Verbesserungen sei.

Schuster selbst reagiert verärgert und dünnhäutig auf die Kritik. Dass sein Team die meisten ihrer Spiele bislang nur durch Glück gewonnen habe, will er nicht hinnehmen. Immerhin gelang ihm eine lustige Pointe in Rom, als er „nervenden“ Journalisten erwiderte, mit Glück habe der Erfolg Reals nichts zu tun. Schuster: „Wir haben den Papst auf unserer Seite, der ist Deutscher. Das hat mit Glück nichts zu tun.“