Baierbrunn (ots) – Kontaktbeschränkungen, Homeschooling oder Jobsorgen führen aktuell bei vielen Menschen zu erhöhtem Stress – mit entsprechenden körperlichen Reaktionen: Puls, Blutdruck, Blutzuckerspiegel und Muskelspannung steigen. Sport hilft, die ständige Habachtstellung von Geist und Körper zu beenden und deren Folgen für die Gesundheit zu verhindern. Vor allem asiatische Trainingsformen wie Yoga, Qigong und Tai-Chi können kräftigen, die Selbstwahrnehmung schulen und die Entspannung fördern. „Wir fokussieren uns auf die Bewegung, atmen in ihren Rhythmus“, erklärt Meditationsforscher Dr. Ulrich Ott von der Justus-Liebig-Universität Gießen im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Positiver Effekt des Anti-Stress-Trainings: Das Nervensystem beruhigt sich, innere Ruhe kehrt ein.

Gut wirksam zur Stimmungsaufhellung

Yoga stellt neben Körperübungen und Meditation traditionell vor allem auch eine achtsame und ethische Lebensweise ins Zentrum. Nach Erkenntnissen der GfK betreiben fast vier Millionen Deutsche diesen Sport. Yoga kann jeden Lebensbereich durchdringen – vom Aufwachen bis zum Einschlafen, von der Ernährung, den Toilettengewohnheiten bis hin zur Sexualität eines Menschen. Auch bei chronischen Kreuz- und Nackenschmerzen – worüber aktuell besonders viele Menschen klagen – belegen Studien gute Wirksamkeit.

Eine Art bewegte Meditation ist Qigong. Die jahrtausendealte Technik stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die fließenden, fast tänzerischen Bewegungen von Qigong sind oft auf die Atmung abgestimmt. Konzipiert sind die Übungen nach der Vorstellung, die Lebensenergie Qi und ihren Fluss entlang angeblicher Energiebahnen des Körpers anzuregen. Dazu werden auch Punkte stimuliert, um mögliche Blockaden zu lösen. Gute Wirksamkeit scheint Qigong zur Stimmungsaufhellung zu haben. In wissenschaftlichen Studien hat regelmäßiges Qigong Kniegelenke mit Arthrose beweglicher gemacht und Schmerzen gelindert. Mehrere Untersuchungen weisen zudem auf eine blutdrucksenkende Wirkung hin.

Verbesserte Lebensqualität durch Tai-Chi

Deutlich komplexer sind die Übungen beim Tai-Chi, eigentlich Taijiquan genannt. Die Übungen, eine Mischung aus Kampftechnik und Meditation, beinhalten geschickte, elegant wirkende Abwehr- und Ausweichreaktionen auf einen imaginären Gegner. Hier ist Aufmerksamkeit gefragt, die Konzentrationsfähigkeit wird geschult. Weil die Bewegungen sehr langsam durchgeführt werden, trainiert Taijiquan kleinste Muskeln vor allem in den Beinen und im Oberkörper – und damit die motorische Kontrolle. Anti-Stress-Effekt: Regelmäßiges Tai-Chi soll die Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden verbessern. Ein aktuell besonders wertvoller Effekt.

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