Rambo schnuppert königliche Luft in Madrid

Rambo interessiert sich für Kunst

Vom Präsidenten Real Madrids, Ramón Calderón, ließ sich der gut gelaunte Schauspieler, der am Wochenende noch zu Gast bei „Wetten Dass …?“ war, das Bernabeu-Stadion zeigen. Fotos wurden geschossen, und damit Werbung für den „neuen Rambo“ gemacht.

Dass Stallone Interesse für Fußball habe, wurde allerdings nicht überliefert. Wie allgemein bekannt ist, interessiert sich Stallone eher für Kunst und das Sammeln derselben – im Prado dürfte es ihm also noch besser gefallen haben. Der neue Rambo kommt am 14. Februar in die Kinos. Stallone schrieb dafür selbst das Drehbuch und führte die Regie.

Der erste Rambo-Film kam 1982 auf den Markt. Dabei ging es hinter der martialischen Fassade des Films um das ernsthafte Problem des Umgangs einer bürgerlichen Gesellschaft mit Gewalt – in diesem Fall einem Vietnam-Veteranen, der als Landstreicher endet. Denn ohne Gewalt, so die Botschaft von Rambo, kommt die Gesellschaft nicht aus, ins Gesicht sehen will sie ihr aber nicht. Sein Schlüsselsatz lautete: „Es gibt keine harmlosen Zivilisten!“ 

Stallone bekam Oscar-Nominierungen und „Goldene Himbeeren“ als schlechtester Schauspieler aller Zeiten

Das Thema wurde in den folgenden beiden Teilen allerdings um der Effekte willen vernachlässigt – und Rambo wurde zum traurigen Rächer amerikanischer Werte in Vietnam und Afghanistan. Sein Einsatz für die Taliban dürfte Stallone heute eher peinlich sein. Spannend also, Wie Stallone, der unlängst wieder in die katholische Kirche eingetreten ist, den neuen Rambo interpretieren wird.

Die Meinungen über Sylverster Stallone sind geteilt: Er bekam Oscar-Nominierungen als bester Hauptdarsteller und Drehbuchschreiber für seinen Film „Rocky“ und wurde 2002 zum „Action-Star des Jahrhunderts in Hollywood“ gekürt. Andererseits bekam er die „Goldene Himbeere“ als schlechtester Schauspieler des 20. Jahrhunderts. Auch für seine Filme Rambo 2 und 3 wurde er als schlechtester Schauspieler des Jahres „ausgezeichnet“.