Raf Simons hat große Pläne mit ‘Dior’: “Ich will einen Wandel durchführen!”

‚Diors‘ neuer Kreativchef Raf Simons möchte einen Wandel bei dem Luxusproduzenten herbeiführen. Zurück zu den Wurzeln und weg von der dramatische Ästhetik John Gallianos – das soll die Devise für den französischen Konzern sein, denn Simons ist sicher: Gründer Christian Dior selbst wäre mit der Lösung seines Vorgängers nicht glücklich gewesen.

„Dior ist absolut fixiert darauf, dass die Öffentlichkeit seine Sachen trägt“, sagt Simons in der Januar-Ausgabe der britischen ‚Vogue‘. Doch der 44-Jährige will noch darüber hinaus gehen. „Ich möchte, dass sie es auf der Straße tragen. Wenn es sich nicht auf das da draußen bezieht, ist es für mich einfach nur sehr theaterhaft.“

Simons, der den Posten des Kreativchefs im April von dem für seine antisemitischen Äußerungen in Verruf geratenen Galliano übernahm, möchte „einen Code“ für die Marke erschaffen – das Ziel: Wiedererkennungswert. Bestes Beispiel für dieses Vorhaben ist für Simons das Konkurrenzhaus ‚Chanel‘.

„Die ‚Chanel‘-Frau? Die brauche ich nicht mal zu sehen, ich rieche sie schon, wenn sie noch um die Ecke ist. Eine ‚Dior‘-Frau erkenne ich dagegen nicht. Daran will ich schnell arbeiten“, konstatiert der Belgier, der im Jahr 1995 seine erste eigene Kollektion veröffentlichte. „Chanel hat die Zweiteiler mit Taschen, oder die Bouclés. Aber was hat Dior heutzutage? Das ist schwer auszumachen.“