Rachelüstiger Ex-Freund “verkauft” Verflossene im Internet

In Valencia kam es jedoch zu dem Fall, wo ein Mann das Leben seiner Verflossenen zur Hölle machen wollte. 

Die beiden waren zwischen 2002 und 2003 ein Paar. Als die Frau der Beziehung ein Ende setzte, zerbrach ihr Ex-Freund daran. 

Wut und Enttäuschung trieben ihn zu Rachegelüsten, die ihn letztendlich ins Gefängnis brachten. 

Kurz nach der Trennung fängt alles an

Im Dezember 2003 nahm der Mann ein Gespräch mit erotischem Inhalt zwischen seiner Ex-Freundin und einem Bekannten auf und stellte das Band ins Internet. 

Einige Sätze aus der Unterhaltung nahm er auf einem weiteren Tape auf, das er neben einem Brief voller Anschuldigungen und Beleididungen dem Arbeitgeber des Opfers zukommen lieβ.

Die Frau zeigte ihren Peiniger an, das Gericht ordnete ein striktes Kontaktverbot von Seiten des Täters an. Ohne Erfolg. Der Mann entwickelte sich zum waschechten Stalker, übte sich im Telefonterror und lauerte seinem Opfer vor der Haustür auf. 

Fotos und persönliche Daten im Sexportal

Damit nicht genug. Im Mai 2004 gab der verletzte Ex-Freund eine vermeindliche Anzeige seiner Verflossenen in einem Sexportal im Internet auf. Hierzu setzte er nicht nur ihre Fotos, sondern auch ihre gesamten persönlichen Daten ins Netz. Die Frau wurde daraufhin mit Anrufen bombardiert.  

Gefälschter Brief ans Arbeitsamt

Das I-Tüpfelchen seiner Racheakte war ein fingierter Brief an das Arbeitsamt, in dem er gestand, Schwarzgeld in groβen Mengen kassiert zu haben und die gefälschte Unterschrift seiner Ex darunter setzte. 

Experten fanden schnell heraus, dass es sich um eine billige Fälschung hielt und konnten dem Täter auch die übrigen Delikte nachweisen.

Der Täter wurde mittlerweile zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt und muss seinem Opfer 18.000 Euro Schmerzgeld zahlen.