“Público”: Linksliberal, mit vielen Bildern

Wer die Konkurrenz sein soll, ist nach den ersten beiden Exemplaren aber unklar. Denn das Niveau von „El País“ und „El Mundo“ erreicht Público bei weitem nicht, und eine regionale Berichterstattung, wie sie Blätter wie „Información“ oder „Las Provincias“ bieten, ist nicht in Sicht.

Mit großen und vielen Bildern, Schaukästen und kurzen Artikeln ist Publico sicher für schnelle und junge Leser gedacht, die Aufmachung ist moderner als in Spanien üblich, sogar die innovative Idee mit der zweiten Titelseite hat man (aus England) übernommen.

Herausgeber ist Mediapro, Großinhaber von Fußball-Übertragungsrechten

Denn wer sich die Rückseite von Publico anschaut, blickt auf eine neue Portalseite nur mit Sport-Themen – dies in klarer Anerkennung der Tatsache, dass sich die meisten Menschen dieser Welt, auch und vor allem in Spanien, am liebsten über Sport informieren. So kann denn auch dieser Teil von Público derzeit noch am ehesten mit den Großen mithalten.

Das Blatt wird von der Gruppe Mediapro herausgegeben, die auch am privaten Fernsehsender La Sexta beteiligt ist und ab 2009 im Besitz fast aller TV-Rechte der spanischen Fußball-Vereine ist.

Der Präsident von Mediapro, Jaume Roures, charakterisierte die Zeitung als „fortschrittlich, volkstümlich, linksgerichtet, radikaldemokratisch, pluralistisch, kritisch, aber respektvoll“. Chefredakteur ist der 31-jährige Journalist Ignacio Escolar.