Köln (ots) – Seit zehn Jahren herrscht in Syrien Bürgerkrieg und am Montag, 29. März, 20:15 Uhr, zeigt GEO Television als Deutschlandpremiere den vielfach preisgekrönten und Oscar-nominierten Dokumentarfilm “Für Sama”. Der Film ist das Vermächtnis von Regisseurin Waad al-Kateab an ihre Tocher Sama, die während des syrischen Bürgerkrieges geboren wurde. Fünf Jahre dokumentiert Waad ihr Leben in Aleppo: die Besetzung, die verheerende Zerstörung, die Verluste – aber auch kleine Glücksmomente, die sie darin bestärken, weiter für ein freies Syrien zu kämpfen.

“Für Sama” können Sie hier (https://kommunikation.mediengruppe-rtl.de/videos/geo-television/index.html?id=236119d1-88bb-11eb-b886-001a4aa4401c) bereits im Media Hub sehen.

In diesen Jahren ändert sich viel in Waads Leben: Sie verliebt sich, heiratet und bringt ihr Kind zur Welt, während um sie herum der verheerende Bürgerkrieg immer größere Zerstörung anrichtet. Waad muss sich daraufhin entscheiden, ob sie fliehen und ihre Tochter in Sicherheit bringen oder bleiben und den Kampf für die Freiheit weiterführen soll, für den sie schon so viel geopfert hat.

“Sama, diesen Film habe ich für dich gemacht. Du sollst verstehen, warum dein Vater und ich uns so entschieden haben und wofür wir kämpfen.” Die Worte der Regisseurin und Erzählerin Waad an ihre Tochter Sama erklären nicht nur den Grund für die Entstehung ihres Filmes, sondern sie zeigen auch dessen Vielschichtigkeit. Im Voiceover erzählt sie sowohl von ihren Ängsten und ihrer Wut gegen das Regime, als auch von ihrem Mutter- und Elternsein inmitten eines Krieges. Immer wieder thematisiert sie den Zwiespalt, dem sie und ihr Mann Hamza, Leiter des letzten offenen, nicht zerstörten Krankenhauses, gegenüber stehen: Fliehen sie und retten somit ihre eigene Familie oder harren sie aus, helfen anderen und stehen für ihre Heimat ein?

Dieses zutiefst Persönliche gibt “Für Sama” eine besondere Intensität. Denn hier wird nicht nur ein Krieg dokumentiert, sondern vor allem das Leben, das in diesem weiterläuft. Er zeigt das Leid, aber auch die Freude und den Zusammenhalt der Menschen in Aleppo. Plötzliche Schüsse oder Bombardements erscheinen so unmittelbar, dass einem beim Zuschauen der Schreck in die Glieder fährt. Die Zuschauer sind dabei, wenn Waad und Hamza kleine Momente der Ruhe finden, wenn ein Säugling im Krankenhaus aller Widerstände zum Trotz seinen ersten Atemzug tut und wenn eine Mutter um ihr totes Kind trauert. Es ist eine Form von Authentizität, die wehtut, denn sie zeigt ungefiltert das Entsetzliche und Unfassbare des Krieges. Die Bilder, die Waad mit ihrer handgehaltenen Kamera einfängt, sind roh, manchmal hektisch und verwackelt, aber vor allem kompromisslos, schonungslos.

Auszeichnungen (Auswahl):

Ausgezeichnet mit dem Prädikat “Besonders wertvoll”

Nominiert: Bester Dokumentarfilm, Academy Awards 2019

Bester Dokumentarfilm, Festival de Cannes 2019

Bester Dokumentarfilm, SXSW 2019

Die Dokumentation steht im Anschluss an die Ausstrahlung 30 Tage auf TVNOW zum Abruf bereit.

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Quelle: ots