Prado rätselt: Wieviel “Goya” steckt im “Koloss”?

Experten vermuten jetzt, dass es wohl einer seiner Schüler geschaffen hat. 

Zahlreiche Details stimmten nicht mit dem Stil des Künstlers überein, sagte die Goya-Konservatorin im Madrider Prado, Manuela Mena, am Donnerstag nach einem Treffen mit Experten. 

"Die Details passen nicht."

"Goya hat auf seinen Gemälden seine Figuren und auch die Tiere immer sorgfältig ausgearbeitet, während auf dem ‚Koloss‘ die Hufen der Pferde, Bullen und Esel nicht vollendet sind", erklärte sie. 

Erste Zweifel an der Urheberschaft Goyas hätten sich bereits 1991 bei einer Untersuchung des Gemäldes ergeben. 

Kein Goya, sondern ein Julià?

Nach Angaben des Konservators für Gemälde des 19. Jahrhunderts im Prado, José Luis Diez, stammt der "Koloss" von Goyas Schüler und Freund Asensio Julià. 

Das habe ein Abgleich zwischen dessen Unterschrift und der Schriftführung der Initialien AJ am linken Bildrand ergeben. Nun solle das Gemälde mit weiteren Werken Juliàs verglichen werden.