Nun ist das mit Spannung erwartete Buch allerdings in die Schlagzeilen geraten, weil Doña Sofía nicht nur aus dem Nähkästchen plaudert, sondern mit ihrer Meinung zu diversen Themen für reichlich Polemik sorgt.

So erfährt der Leser unter anderem, dass die Königin eine sehr konservative Einstellung vertritt und sich mit einigen Gesetzen, die in den letzten Jahren unter der sozialistischen Regierung von Zapatero eingeführt worden sind, nicht identifizieren kann.

Doña Sofía lehnt beispielsweise Eutanasie und die Abtreibung grundsätzlich ab. 

Auch über die Familie äuβert sie sich in einer Weise, dass sich alleinerziehende Mütter oder Väter, die sich mit einem neuen Partner zusammenschlieβen, geradezu unverstanden fühlen könnten: 

“Die normale Familie besteht aus Mutter, Vater, Kindern, Groβeltern… da ist nichts zusammengewürfelt.” Von den heutigen “Patchworkfamilien” halte sie nicht viel, da sie nicht dem Bild der “normalen” Familie entsprächen.

In Anbetracht der frischen Scheidung ihrer ältesten Tochter Elena, Mutter von zwei Kindern, die möglicherweise eines Tages einen neuen Partner kennenlernen wird, darf man sich fragen, wie Doña Sofía die Lage innerhalb ihrer eigenen Familie beurteilt.

In dem Buch greift Autorin Pilar Urbano aber auch die Meinung der Königin zum Thema Homosexuellen-Ehe auf. Laut Urbano habe sich Doña Sofía folgendermaβen geäuβert: “Ich kann es verstehen, akzeptieren und respektieren, dass es Personen mit anderen sexuellen Tendenzen gibt (…). Wenn diese Menschen zusammenleben wollen, haben sie das Recht dazu, oder auch nicht, je nach Gesetzeslage ihres Landes. Aber das kann man nicht als Ehe bezeichnen, weil es keine ist. Es gibt viele andere mögliche Namen für diese Form: Sozialvertrag, Verbindungsvertrag, etc.”.

Spaniens Gay-Kollektive reagierten sofort. Der Präsident der Vereinigung von Lesben, Gays, Trans- und Bisexuellen, Antonio Poveda, fordert eine öffentliche Rektifikation ihrer Aussagen:”Sie hat das Recht und die Freiheit, ihre Meinung auszudrücken. Aber sie soll ihre Vorurteile, ihre Moral und ihre Religion auβen vor lassen, denn sie repräsentiert offiziell alle Spanier. Das ist insitutionelle Homofobie”. 

Inwiefern darf die Monarchie ihre Meinung zu gesellschaftlichen und politischen Themen ausdrücken?

Die Äuβerungen der Königin haben eine generelle Debatte unter den Spaniern ausgelöst. Einige stellen sich hinter Doña Sofía mit der Begründung “Ich denke genauso”. Die anderen vertreten den Standpunkt, das spanische Königshaus solle das “Prinzip der Neutralität” nicht verletzen.

Die Königin könne selbstverständlich ihre Meinung haben, darf sie aber nicht in dieser Form an die Öffentlichkeit bringen und sich wie selbstverständlich über legislative und politische Fragen äuβern. “Die Monarchie muss sich in diesem Fragen zurückhalten”, finden viele Spanier. 

Hat sich Autorin Pilar Urbano zu weit aus dem Fenster gelehnt?  

Aber auch die Autorin Pilar Urbano darf sich möglicherweise warm anziehen. Ihr wird mittlerweile vorgeworfen, sie sei zwar eine gute Journalistin, würde aber gerne schon einmal Aussagen, die in einem privaten Umfeld gemacht worden sind, mit offiziellen Angaben, die ihr zur Publikation zur Verfügung gestellt werden, vermischen. Und das nicht zum ersten Mal.

Es scheint etwas dran zu sein, dass speziell in der Homosexuellen-Frage einiges durcheinander geraten ist. Am Freitag hat sich Königin Sofía umgehend beim Gay- und Lesbenkollektiv entschuldigt und das Thema klargestellt: “Doña Pilar Urbano, die Autorin des Buches, hat nach einer privaten Konversation mit der Königin, Doña Sofía angebliche Behauptungen in den Mund gelegt, die am Donnerstag von diversen Medien wiedergegeben worden sind. Es handelt sich um Aussagen, die in einem privaten Umfeld gemacht worden sind und nicht exakt die wirkliche Meinung der Königin wiedergeben.”

Auch die Politiker sind gespalten

Die Polemik wirft die Frage auf, ob die Königin überhaupt gewusst hat, was veröffentlicht werden würde. Pilar Urbano besteht darauf, dass Doña Sofía die endgültige Fassung noch vor Druckbeginn gelesen habe. Andererseits scheint es wie eine kleine Sensation, dass sich Doña Sofía derartig ausführlich über Politik und aktuelle Debatten der Gesellschaft äuβert. Typisch ist es für sie jedenfalls nicht.

Spaniens Politiker sind wie immer gespalten in der Frage, ob die Königin ihre Meinung in dieser Form veröffentlichen darf. Die Sozialisten lehnen jeglichen Kommentar zum Thema ab, die spanische Linkspartei spricht von einer “Konfrontation mit dem Parlament”, und die konservative Volkspartei steht auf dem Standpunkt: “Wir finden ihre Aussagen sehr gut”. Für die PP würden die Aussagen von Doña Sofía in keiner Weise “in Zusammenhang mit politischen Themen” stehen. 

Público: "Warum hälst du nicht die Klappe"?

Auch die Presse kennt am Freitag kaum ein anderes Thema, als die polemischen Äußerungen der Königin. Selbst die gemäßigte Zeitung El Mundo spricht von einem "antiquiertem Weltbild" von Doña Sofía, das nicht mehr adequat ist. Zudem sei die Gegendarstellung des spanischen Königshauses, die Königin sei in einem privaten Umfeld zitiert worden, recht unglaubwürdig. 

Die Zeitung Público fragt direkt: "Warum hat sie nicht die Klappe gehalten?" 

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