Polemik um Doña Sofía: Jetzt kracht es zwischen PSOE und PP

Im Kreise ihrer Lieben wird sie am Nachmittag einem Mozart-Konzert beiwohnen, das von Zubin Mehta im neuen Sitz der Kunsthochschule Reina Sofía vorgetragen wird. 

Anlässlich des 70. Geburtstages von Doña Sofía wurden zahlreiche Bücher über die Königin veröffentlicht, darunter das polemische Werk der Autorin Pilar Urbano, in dem die ehemalige griechische Prinzessin unter anderem über die Abtreibung, Eutanasie und die Homosexuellen-Ehe spricht. 

PP bricht "Abkommen des Schweigens" und kritisiert die Königin

Doña Sofía hatte sich gegen die Schwulen-Ehe ausgedrückt und damit heftige Diskussionen im ganzen Land ausgelöst. 

Selbst die konservative Partei hat sich am Freitag überraschend dafür ausgesprochen, die Königin solle sich “neutral” verhalten und ihre Meinung nicht öffentlich in dieser Form kundtun, obwohl sich eigentlich PP und PSOE dafür ausgesprochen hatten, über die Meinungen der Königin kein Urteil abzugeben. 

Prompt reagierten die Sozialisten auf das unerklärliche Brechen des Abkommens von Seiten der PP und forderten von Oppositionsführer Mariano Rajoy, Sprecher González Pons am besten sofort abzusetzen.

Was ist in Mariano Rajoy und seine Parteigenossen gefahren? 

In einem Schreiben verlangt der sozialistische Sekretär für Städtepolitik, Antonio Hernando, von Rajoy, Pons solle “weniger frivol sein und mehr Verantwortung zeigen”. 

Innerhalb der letzten drei Wochen habe die PP das Militär abgewertet (Rajoy’s Bemerkung vor laufenden Kameras, am “dämlichen Militärumzug” am Spanischen Nationalfeiertag teilnehmen zu müssen), die Finanzwelt im Zuge der spanischen Wirtschaftskrise beleidigt und die Monarchie kritisiert. 

Pons weigerte sich bisher, jegliche Stellungnahme vorzunehmen. 

"Warum hälst du nicht die Klappe?"

Derweil fragen diverse Politiker anderer Gruppierungen: “Warum hälst du nicht die Klappe?" und spielen damit auf die Bemerkung von König Juan Carlos an, als er Hugo Chávez während des letzten Iberoamerika-Gipfels zum Schweigen bringen wollte. 

Der Verband der Lesben, Gays, Transsexuellen und Bisexuellen hat sich derweil mit der öffentlichen Erkläurung des Königshauses zufrieden erklärt, Doña Sofía habe sich niemals in dieser Form über die Homosexuellen ausgedrückt. 

Allerdings verlangt der Verband, das Buch aus dem Verkehr zu ziehen, da es zu homophoben Akten anregen könne. 

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