Piraten kapern spanisches Fischerboot vor Afrika

Wie das spanische Außenministerium mitteilte, blieben die 26 Besatzungsmitglieder an Bord des Schiffes, 13 Spanier und 13 Afrikaner, unverletzt. Laut Ministerium wurde der baskische Thunfischfänger "Playa de Bakio" in somalischem Gewässer überfallen – baskische Regierungsvertreter berichteten dagegen der Nachrichtenagentur

Europa Press, das Schiff habe sich rund 400 Kilometer vor der somalischen Küste in internationalem Gewässer befunden. Vier Piraten mit Granatwerfern hätten es gekapert. Dabei sei es zwar beschädigt worden, aber weiter fahrtauglich.

Die Regierung in Madrid nimmt an, dass die Piraten Kurs in Richtung Somalia aufgenommen haben. Das spanische Verteidigungsministerium wies demnach eine Fregatte aus dem Roten Meer an, die Verfolgung aufzunehmen. Gleichzeitig bat es NATO-Mitglieder mit Militärpräsenz in der Region um Mithilfe bei der Suche nach dem gekaperten Schiff.

Vor der somalischen Küste war am 4. April bereits eine französische Segelyacht von Piraten entführt worden. Die Yacht und ihre Besatzung kam eine Woche später nach Zahlung von Lösegeld durch den Reeder wieder frei.

Eine französische Spezialeinheit konnte sechs der Piraten festnehmen, sie warten nun in Paris auf ihren Prozess. Wie der spanische Sender RNE berichtete, wurde das spanische Fischerboot in derselben Gegend überfallen wie zuvor die französische Luxusyacht.