Pepe sensationell, Clattenburg machtlos, MVP gegen Frankreich, Real Madrid feiert Euro 2016!

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Es ist vollbracht. Der nicht nur aktuell, sondern schon seit Jahren beste Innenverteidiger der Welt hat endlich auch einen Titel mit seinem Land gewonnen. Portugal ist Europameister. Und Pepe war der beste Spieler im Finale gegen Frankreich, das mit 1-0 bezwungen wurde.

Sogar die UEFA hatte am Ende keine andere Wahl mehr, als den Mann von Real Madrid offiziell zum MVP des Finales zu küren. Zum besten Mann des Spiels. Die Zeitung “Marca” aus Madrid kommentiert: “MVPepe. Ein großer Torwart Rui Patricio und ein außerordentlicher Pepe erobern den Titel.” Nach dem Spiel war Pepe derart ausgepumpt, dass er sich noch auf dem Rasen übergeben musste.

Fakt ist, dass nach dem frühen Ausfall von Cristiano Ronaldo, der von Frankreichs Payet schon nach acht Minuten brutal vom Platz getreten worden war, die Abwehr der Portugiesen mehr denn je gefragt war. Ein Fall für Pepe, der in der Folge nur einmal dumm aussah, als er in der Nachspielzeit ausgespielt wurde, der Ball ging an den Pfosten. Durchatmen für Pepe und Portugal.

Für Pepe war wenig Sympathie von Seiten des Schiris zu erwarten…

Der Rest war makellose Abwehrarbeit, die nicht einmal vom nicht immer unparteiischen Schiedsrichter Clattenburg aus England verhindert werden konnte. Der Referee hatte sich schon beim Finale der Champions League zwischen Real Madrid und Atletico Madrid mehrfach despektierlich Pepe angenähert und diesen mit teilweise obszönen Gesten als Schauspieler öffentlich dargestellt. Für Pepe war also wenig Sympathie von Seiten des Schiris zu erwarten. So sah es dann auch im Finale in Paris am Sonntag aus. Nach einem klaren Tritt von Sissoko gegen Pepe winkte Clattenburg, der nur wenige Meter entfernt zusah, mit einer demonstrativen Geste zum Weiterspielen. Die Message war erneut klar: Ein Tritt gegen Pepe ist kein Freistoß wert, bitte nicht so anstellen, meine Herren …

Wie auch immer: Am Ende hielt Pepe den Pokal in die Luft über Paris, der vielleicht wichtigste Titel in seiner Sammlung. Mit Real hat er bereits zweimal die Champions League gewonnen, zweimal die Liga, zweimal die Copa del Rey, zweimal den spanischen Supercup, zweimal die Club-WM, einen europäischen Supercup, zweimal hat Pepe mit Porto die portugiesische Liga gewonnen, dazu einmal den portugiesische Pokal und zweimal den portugiesischen Supercup.

Rot hat Pepe schon lang nicht mehr gesehen…

Mit 33 Jahren hat Pepe damit sein Lebenswerk gekrönt, das immer wieder von bösartigen Kommentaren überschattet wurde. Nach einem Zweikampf mit Barcas Dani Alves im Halbfinale der Champions League 2010/11, nach dem Alves, obwohl kaum (oder besser gesagt gar nicht) getroffen minutenlang auf dem Boden lag, hatte ihn der deutsche Schiri Stark vom Platz gestellt. Seinen Ruhm als “Brutalo” hatte er da aber schon weg. 2009 hatte er im Derby gegen Getafe die Nerven verloren, die Bilder gingen um die Welt.

Seither allerdings zählt Pepe, der sich komplett geändert hat, zu den fairsten Verteidigern der Welt. In Spanien kam er in der vergangenen Saison mit fünf gelben Karten davon, in der Saison davor waren es vier. Rot hat Pepe schon lang nicht mehr gesehen, zum letzten Mal in der Saison 2011/12 in der Liga. Dafür sah er jetzt den Pokal der Euro 2016. Der so lange ersehnte Titel mit Portugal. Pepe hat es geschafft.

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