Penélope Cruz & Co: “Verheerende Aussichten in Spanien”

Auch die Kultur bleibt von der Rotstiftpolitik nicht verschont. Im Haushalt für 2011 hat die Regierung in der Kulturpolitik Ausgaben von 1,1 Milliarden Euro vorgesehen – 12,3 Prozent weniger als in diesem Jahr. Auch die Regionen und Kommunen geben weniger Geld für die Kultur aus.

Proteste kommen vor allem aus der Filmbranche. Der Verband der Filmproduzenten sprach von "verheerenden Aussichten" für den spanischen Film.

Auch das Internationale Filmfestival in San Sebastián – neben Cannes, Venedig und Berlin eines der vier großen Filmfeste in Europa – bangt um sein Überleben. "Wenn uns noch weitere Gelder gekürzt werden, können wir kein Festival der A-Kategorie mehr veranstalten", sagte Mikel Olaciregui, der den Wettbewerb zehn Jahre lang geleitet hatte.

Die Kunstmesse ARCO, eine der größten der Welt, muss schrumpfen. Die Nationalbibliothek wurde in der Behördenhierarchie herabgestuft. Die Direktorin trat aus Protest zurück.

Kulturministerin Angeles González-Sinde, selbst eine Filmemacherin, betonte dagegen, die Einsparungen in der Kultur hielten sich in Grenzen. Andere Ressorts seien schlimmer dran.  (SAZ, dpa; Foto: Mundodescargas)

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