Paco de Lucia: Spanien und Felipe nehmen Abschied! “Bessere Welt”

An der öffentlichen Totenwache nahmen am Freitag im Nationalen Musikauditorium von Madrid unter anderen Kronprinz Felipe und Kulturminister José Ignacio Wert sowie viele weitere Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil. «Mit seiner Musik hat er es geschafft, dass wir uns eine bessere Welt vorstellen können», sagte Felipe. Wert erklärte, der verstorbene Flamenco-Großmeister sei «ein einmaliger Künstler» gewesen.

Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Francisco Sánchez Gómez hieß, war am Dienstag im Alter von 66 Jahren in Mexiko gestorben. Er erlitt einen Herzinfarkt, als er mit seinen Kindern am Strand von Cancún spielte. De Lucía soll am Samstag in seiner Heimatstadt Algeciras im südlichsten Zipfel Spaniens beigesetzt werden.

De Lucía hatte den Flamenco mit Elementen des Jazz, des Blues und anderer Musikrichtungen bereichert. Den internationalen Durchbruch schaffte er 1973 mit dem Hit «Entre dos Aguas». Er unternahm mehrere Tourneen mit den Jazzgitarristen Al Di Meola und John McLaughlin. Besonders erfolgreich war seine langjährige Zusammenarbeit mit dem 1992 gestorbenen Sänger Camarón de la Isla, der bis heute als der beste Flamenco-Interpret aller Zeiten gilt.

2004 erhielt Paco de Lucía den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte «Künste». Die Auszeichnung gilt als die «spanische Version des Nobelpreises». Der Andalusier hinterlässt ein unveröffentlichtes Album. Es trägt nach Medienberichten den Titel «Canciones Andaluzas» (Andalusische Lieder) und soll Ende April auf den Markt kommen.