Der 35-jährige Spanier war schon vorher ein Star gewesen. Vor zehn Jahren hatte er als erster Europäer mit Down-Syndrom ein Universitätsexamen abgelegt und damit in der internationalen Presse für Schlagzeilen gesorgt.

Der aus Málaga in Südspanien stammende Pineda spricht des öfteren auf Fachkongressen über seine Behinderung.

1997 nahm er an der Eröffnung des VI. Weltkongresses über das Down-Syndrom in Madrid teil. Er sieht sich als ein Sprecher der Menschen mit dieser chromosomal bedingten Behinderung. "Diese Leute haben in der Öffentlichkeit keine Stimme", sagte er. "Irgendjemand muss diese Aufgabe übernehmen, und das habe ich nun getan."

In der Filmrolle in dem Liebesdrama "Yo, también2 (Ich ebenfalls) verliebt der von Pineda dargestellte David sich in eine Sozialarbeiterin.

"Ich spiele ein Liebhaber der besonderen Art, einen Anti-Liebhaber", berichtet er. "Denn ein Liebhaber mit Down-Syndrom ist eine komische Sache."

Seine Auszeichnung als bester Hauptdarsteller sei der Beweis, dass Menschen mit Down-Syndrom es weit bringen können. "Wenn man uns gut erzieht und Anreize verschafft, sind wir zu allem fähig. Da gibt es keine Grenzen."

Sein Uni-Examen legte Pineda im Lehramt für Sondererziehung ab. Derzeit ist er dabei, sich auf Psychopädagogik zu spezialisieren.

Seine Auszeichnung beim Filmfestival sei für ihn wie ein Traum, sagt er. "Ich bin kein Schauspieler. Abgesehen von meinen Auftritten in einigen Fernsehsendungen habe ich nie vor einer Kamera gestanden." (dpa)

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Foto: http://www.sansebastianfestival.com/

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