Ovationen für Schumi – Prinz Felipe ehrt ihn

Die deutsche Rennlegende, siebenmaliger Champion der Formel 1, nahm am Freitag im ehrwürdigen Teatro Campoamor von Oviedo den angesehenen Prinz-von-Asturien-Preis entgegen, im festlichen Rahmen, umgeben von Intellektuellen, Künstlern und Blaublütigen.

Michael Schumacher, mittlerweile 37 Jahre alt und immer noch so fit wie zu seinen besten Zeiten, erhielt den Preis für sein sportliches Lebenswerk, aber auch für sein soziales Engagement, das er – zumeist ohne laufende Kameras – an den Tag legt.

Zusammen mit dem spanischen Kronprinzen Felipe und seiner Frau Letizia verbrachte Schumi den Tag in Oviedo, beim anschließenden Festakt fehlten nur Preisträger Ralf Dahrendorf – der Soziologe erholt sich von einer Operation – und der US-Amerikaner Bob Dylan, der für seine Musik geehrt wurde. Dylan hatte ein Konzert in Nebraska. Schumi bekam von allen Prominenten mit Abstand den meisten Applaus beim Bad in der Menge. Mit dabei auch die Preisträger Al Gore, Amos Oz, sowie die Vertreter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem in Jerusalem, darunter viele Überlebende.

Schumi: „Toll, dass Ferrari die WM gewonnen hat“

Vor den Kameras freute sich Schumi sichtlich über seinen Preis, sagte, dass er „sehr stolz“ darauf sei – und verkniff sich auch nicht den Seitenhieb auf die abgeschlossene Formel-1-Saison: „Toll, dass Ferrari gewonnen hat“, sagte Schumi, „das kommt davon, dass sie ein richtiges Team waren.“

Auf die Frage, ob er den bald scheidenden Ferrari-Teamchef Jean Todt in seinem Amt beerben wolle, sagte Schumi: „Ich glaube, ich könnte den Job und würde ihn gut machen, aber das ist derzeit nicht mein Ziel.“