Osterwunder? Vater geht für seinen Sohn in die Kirche

Aber nicht alle Spanier zeigen Begeisterung für die Prozessionen. 

Und so geschah es kürzlich, dass ein geschiedener Familienvater in Elche bei Alicante seinem Sohn verbieten wollte, als Büßer für seine Bruderschaft mitzulaufen. 

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Wie die Zeitung “El Mundo” berichtet, habe die Mutter daraufhin Beschwerde vor Gericht eingelegt. Prompt entschied die Familienrichterin Sandra Peinado, der Vater habe in der Zeit seines Besucherrechtes “zu garantieren", dass der Sohn als Büßer an den ausstehenden Prozessionen teilnehmen könne.

"Sicher steht dem Vater das Recht zu, in der ersten Ferienwoche der Osterzeit seinen Sohn zu sehen. Aber er kann ihm nicht die religiösen Umzüge verbieten, an denen das Kind auch in den vergangenen Jahren teilgenommen hat.”, so Peinado.

Der Beschluss sähe allerdings nicht vor, dass der Vater an den Prozessionen teilnimmt. In dieser Zeit könne die Mutter oder ein anderer Erwachsener das Kind begleiten. 

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Diese Nachricht nahm der Mann mit großer Erleichterung auf: “Ich will meinem Sohn doch gar nicht die Prozessionen verbieten. Aber ich habe keine Lust, plötzlich etwas mitmachen zu müssen, zu dem mich niemand in 47 Jahren zwingen konnte!”

Dennoch geschah am vergangenen Montag ein kleines Wunder: Das verirrte Schäfchen, in diesem Falle der Vater, erschien erstmalig seit 47 Jahren in der Pfarrkirche Sagrado Corazón de Jesús, und begleitete seinen Sohn.  

Der Zehnjährige trug eine rote Tunika und wartete an der Seite seines Vaters auf den Glockenschlag, der den Bußgang einleiten würden. Am Karfreitag wird sich die Szene wiederholen…

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