Die Briten sollen General Motors laut einem Pressebericht Kreditbürgschaften von mehr als 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt haben. Spanien soll 300 bis 400 Millionen Euro angeboten und Polen Steuererleichterungen versprochen haben.

Die deutsche Bundesregierung bleibt derzeit noch hart. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle sagte ermeit: "Opel hat wie jedes deutsche Unternehmen das Recht, einen Antrag auf Unterstützung zu stellen. Wir werden pflichtgemäß und ergebnisoffen prüfen. Einen Anspruch auf Subventionen gibt es nicht."

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Brüderle unterstrich das Bemühen der Regierung, Arbeitsplätze zu erhalten. "Aber wir sehen nicht ein, dass der deutsche Steuerzahler hier als Spendieronkel durch die Landschaft geht. Entscheidend ist, dass marktfähige Konzepte da sind." Über die Opel-Zukunft entscheide der Autokäufer, betonte der Minister.

In Deutschland hat Opel vier Standorte mit insgesamt etwas mehr als 25.500 Beschäftigten. Im spanischen Werk Saragossa arbeiten rund 7.200 Beschäftigte. Produziert werden die Modelle Corsa, Meriva und Combo.

Die britische GM-Tochter Vauxhall produziert nahezu baugleiche Fahrzeuge wie Opel. Am Standort Ellesmere Port werden Astra und Astra Van gebaut. Aus Luton kommen die Vivaro- Kleinbusse. In Großbritannien beschäftigte GM im vergangenen Jahr 4.729 Mitarbeiter.

Im oberschlesischen Gliwice (Gleiwitz) in Polen laufen die Modelle Astra und Zafira vom Band. Hier arbeiten rund 3.580 Menschen.

In der belgischen Hafenstadt Antwerpen wird mit rund 2.580 Beschäftigten der Opel Astra produziert. Im österreichischen Aspern bauen 1.700 Opel-Mitarbeiter Motoren vor allem für kleine Kompaktwagen.  (SAZ, dpa)

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