Baierbrunn (ots) –

Immer häufiger wird heute minimalinvasiv operiert. Die Vorteile liegen auf der Hand. Doch nicht immer kann auf die klassische, offene Operation verzichtet werden.

Eine fünf Millimeter kleine Öffnung statt einer zentimeterlangen Wunde: Mittlerweile ist die minimalinvasive OP-Technik bei vielen Eingriffen zum Standard geworden. Wie sich die neue Methode von der klassischen, offenen Operationsweise unterscheidet – und warum minimalinvasiv nicht automatisch besser ist, zeigt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Schlüsselloch-OPs sind immer mehr im Kommen

Während bei klassisch durchgeführten Operationen Haut und Gewebeschichten mit einem Skalpell geöffnet und dann im Körperinneren Korrekturen vorgenommen werden, ist das Ziel der minimalinvasiven Methode, den Schnitt möglichst klein zu halten. Umgangssprachlich wird sie deshalb auch Schlüsselloch-OP genannt. Durch die kleinen Eröffnungen der Haut führt das ärztliche Team eine Videokamera, eine Lichtquelle und die nötigen Instrumente ein. In manchen Bereichen, gerade im Bauchraum, werden minimalinvasive Eingriffe inzwischen häufiger eingesetzt als die offene Operation. Aber auch im orthopädischen, kardiologischen und augenärztlichen Bereich sind Schlüsselloch-OPs immer mehr im Kommen.

„Grundsätzlich bietet die Methode große Vorteile“, bestätigt Privatdozentin Dr. Claudia Benecke, Fachärztin für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck. „Im Vordergrund steht dabei sicher die schnellere Erholung nach einer Operation.“ So ist es nach minimalinvasiven Eingriffen oft möglich, dass Patientinnen und Patienten das Krankenhaus früher verlassen können. Oder sie gar nicht erst über Nacht bleiben müssen, weil der Eingriff ambulant stattfindet. Da somit zudem Kosten gespart werden, werden die Eingriffe in der Regel auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Mitunter ist der natürliche Tastsinn gefragt

Bei allen Vorteilen, die die minimalinvasive Operationstechnik mit sich bringt, überflüssig macht sie die offene OP-Methode jedoch keinesfalls. So entscheiden sich Chirurgen beispielsweise bei komplexen Tumoroperationen im Bauchraum nach wie vor für einen offenen Eingriff. Unter anderem kann bei dieser klassischen Operationsweise die Patientin oder der Patient schonender gelagert werden, zudem können die Operierenden ihren natürlichen Tastsinn benutzen. Und schließlich ist auch die räumliche Sicht besser, was insbesondere bei komplizierteren Fällen wichtig sein kann.

Übrigens: Schon lange kommen bei minimalinvasiven Operationen auch Roboter zum Einsatz. Wie Roboter für mehr Gesundheit sorgen, darum geht es in einer Folge OPERATIONEN des Podcasts „Diagnose Digital“ des Partnerportals „Digital Ratgeber“: digital-ratgeber.de/podcast.

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