Olympische Spiele: “Größtes Spektakel aller Zeiten”

Nowitzki, Nadal und die Sportler der Welt lachten, Mugabe, Kim Jong-il und Chávez mussten draußen bleiben. Hat China schon gewonnen? 

Dem Gerede um Boykott und mieser Laune haben die Chinesen mit der tollen Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking ein wirkliches Glanzlicht entgegen gehalten.

Das Spektakel am Freitag nötigt der ganzen Welt Respekt ab, auch in Spanien. Die Medien berichten begeistert, die Sportler, darunter Rafa Nadal und Pau Gasol, winkten vergnügt mit ihren Strohhüten. 

Deutschlands Fahnenträger Dirk Nowitzki glühte vor Emotionen: "Das ist verrückt, so etwas habe ich noch nie erlebt."

Gut möglich, so Teile der Presse, dass das Feuerwerk nach der Entzündung des Olympischen Feuers schöner war als alles bisher in Spanien gesehene. Die Sportzeitung Marca titelt: "Erstes Gold für China."

Bis zum Schluss blieb geheim, wer die Olympische Fackel entzündete. Es war dann Li Ning, der von einem Seil gehalten über den Köpfen der Zuschauer in atemberaubender Höhe das Stadion vor einer virtuellen Laufbahn umrundete.

1984 hatte er bei den Olympischen Spielen in Los Angeles dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze gewonnen. Wie der "Spiegel" betont, lebt er in Hongkong und ist gegen die Todesstrafe. Ein Zeichen der Öffnung des kommunistischen Regimes also? Die ganze Welt hofft nun auf fröhliche Spiele.

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Hugo Chávez blieb zuhause – hatte Peking ihn ausgeladen?

Die Welt kam davor den Chinesen entgegen, die Liste der Politiker, die die Eröffnung boykottieren wollte, blieb kürzer als erwartet. Für Spanien waren Kronprinz Felipe und Gattin Letizia dabei, dazu Außenminister Miguel Ángel Moratinos, Sport-Staatssekretär Jaime Lissavetzky und die Bürgermeister von Madrid und Barcelona.

Neben dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao saß US-Boss George W. Bush, Frankreichs Nicolas Sarkozy vertrat die Europäische Union. Ban Ki-moon von den Vereinten Nationen war dabei und Russlands Wladímir Putin.

Bush reiste gar als erstes amerikanisches Staatsoberhaupt überhaupt zu einer Olympia-Eröffnung im Ausland. Auffallend: Mit china befreundete Politiker, die dem Westen allerdings unliebsam sind, blieben zuhause, darunter Robert Mugabe (Simbabwe), Omar al-Bashir (Sudan), Kim Jong-il (Nordkorea), Mahmoud Ahmadinejad (Iran), General Than Shwe (Burma) und Hugo Chávez (Venezuela). Hatte Peking sie ausgeladen, um eine Boykottwelle des Westens zu vermeiden?

Die Mehrheit der Deutschen hält nach aktuellen Umfragen weiterhin die Vergabe der Spiele an China wegen der Menschenrechtslage und dem Konflikt mit Tibet für einen Fehler.

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Foto: Marca/Wikipedia